plant based & plant obsessed


Die Ameisen und ihre Milchkühe

URBAN GARDENING

Die Ameisen und ihre Milchkühe

Jedes Jahr im Frühling kommen sie: Die Blattläuse!
Sie saugen den Saft der Pflanze heraus und sind vorallem eine große Gefahr für kleine Setzlinge. Tägliches Absuchen meiner Setzlinge ist am Anfang Pflichtprogramm.

Damals hab ich natürlich auch die Ameisen in der Nähe der Blattläuse beaobachten können. Ich freute mich, weil ich noch dachte, dass die Ameisen die Blattläuse vernichten werden wie Marienkäfer oder Wespen. Die ein oder andere Ameise hat sogar eine kleine Blattlaus über ihrem Kopf herumgetragen. So als ob sie diese in ihr Nest zur Fütterung mitbringen wollte.
ABER was eigenartig war: Die Ameise ging mit der Blattlaus den Stamm meines Baumes hinauf und nicht hinunter in ihren Bau.
Meine Annahme, dass die Blattläuse auf deren Speiseplan stand war sowas von falsch.
Ganz im Gegenteil, nach recherche im Internet war ich entsetzt.

Die Ameisen halten sich Blattläuse oben in der Baumkrone oder auf anderen Pflanzen, wie Bauern ihre Kühe auf der Weide – Beschützen und melken sie

Ameisen und Blattläuse leben in Symbiose. Die Läuse produzieren Honigtau, ein süßliches Aussscheidungsprodukt.
Die Ameisen lieben diesen Saft, sammeln ihn auf und melken sogar den Hinterteil der Blattlaus um an den Saft zu kommen. Im Gegenzug beschützen die Ameisen die Blattläuse vor deren natürlichen Fressfeinden, wie z.B. der Marienkäfer.
Die Laus kann sich in Ruhe vermehren, fressen und Honigtau ausscheiden & die Ameisen haben immer Essen am Tisch.
Ein Horrorszenario!

Und ich habe mich damals noch Tag für Tag abgerackert und alles abgesucht, gesäubert und entfernt, für dass, das die Ameisen über Nacht wieder neue Blattläuse auf die „Weide“ hinaufgetragen haben.

Kurz gesagt:

Blattläuse in Kombination mit Ameisen bedarf besonderer Betreuung

In dem Fall muss man sich zuerst um die Ameisen kümmern, sonst hat man die Blattläuse immer und immer wieder am Blatt sitzen.
Im Garten vielleicht nicht ganz so tragisch, aber am Balkon ist das schon echt eine Plage.
Ganz egal ob grüne, schwarze Blattaus oder Schildlaus. Es ist bei allen 800 Blattlausarten das gleiche Prinzip.

Gegenmaßnahmen

Bäume kann man mit einem  klebenden Ring rund um den Baumstamm ausstatten, damit Ameisen erst garnicht auf den Baum hinauf können. Ist leider nicht zu 100% ideal, im schlimmsten Fall bleiben auch Nützlinge daran kleben.

Am Balkon ist das Theme leider nicht so einfach vom Tisch. Wenn die Ameisen nicht mehr auf den Baum können, wandern sie einfach in den nächsten Topf oder Trog. Bei mir haben sie das gleiche Spielchen auch im Kräuterkistel gemacht.
Mit Zimt kann man zwar Ameisen vertreiben. Auf einem Balkon haben sie nur leider keine Chance wo anders hinzugehen als von Topf zu Topf. Wenn der Topf mobil ist, dann am besten die komplette Erde entsorgen. Bei einem zu schweren Trog oder zu großem Gefäß gibt es als letzten Ausweg leider noch die Natron-Staubzucker-Lösung.


Mein Tomatenpflanzen Guide

URBAN GARDENING

Mein Tomatenpflanzen Guide

Tipps & Tricks aus eigener Erfahrung

Von Jahr zu Jahr habe ich das Gefühl, dass immer mehr Menschen eigenes Obst & Gemüse ernten wollen. Egal ob im Garten, am Balkon oder nur auf einem Fensterbrett – ich bin der Meinung, man kann alles und überall anpflanzen. Man muss nur kreativ und einfallsreich sein 🙂

Neben den eigenen Küchenkräutern gehört die Tomate zu den Pflanzen die am liebsten von Gartenneulingen angepflanzt wird. Aus diesem Grund habe ich mir gedacht, ich starte eine Fragerunde auf Instagram um zu sehen was ihr noch alles wissen wollt. 

Hier in diesem Beitrag habe ich alle Punkte die so ein Tomatenleben beinhaltet aufgelistet. Dabei all eure Fragen miteinbezogen und natürlich vieles aus meiner Erfahrung geschildert!

der perfekte standort

Meine Tomaten stehen bei mir am Balkon in der prallen Sonne und es geht ihnen dabei gut. Im Sommer kann es hier wirklich bis zu 50 Grad bekommen.
Tomaten lieben einen sonnigen Standort und die Wärme! Sollte es unter 10 Grad bekommen, kann man sie abdecken. Wenn man die Möglichkeit hat, kann man sie nahe zu einer Hauswand stellen, welche auch in der Nacht noch Wärme abstrahlt.

wasser

Wieviel Wasser eine Tomatenpflanze benötigt hängt davon ab ob ihr sie in einem Gefäß habt oder sie im Garten wächst.
Meine Tomatenpflanzen in den Mini-Trögen muss ich an wirklich heißen Sommertagen fast täglich gießen. Zumindest jeden zweiten Tag. (Eine Mulchschicht verhindert das Austrocknen, dazu später mehr)
Tomaten in der Erde im Garten brauchen weniger Wasser – sie können durchaus sehr tief bis zum Grundwasser hinunterwachsen.

TROCKENHEITSSTRESS FÜR AROMA:

Prinzipiell mag die Tomate keine Trockenheit. Hat sie aber schon Früchte kann ein kurzer Trockenheitsstress das Aroma verstärken. Aber nicht übertreiben, bitte trotzdem immer nachgießen und nicht die hängenden Blätter zu lange leiden lassen.

Wichtig beim Gießen: immer von unten!! Nie auf die Blätter spritzen (Braunfäule)

Wenn es regnet müsst ihr nicht in Panik verfallen. Die Pflanze ist deshalb nicht gleich hinüber nur weil sie nass wird. Regenwasser ist immer noch was anderes als Wasser aus dem Wasserhahn. Ihr könnt vorher auf jedenfall die Pflanze ein wenig Auslichten. Hat es die Pflanze zwischen den Trieben luftiger, trocknet alles schneller auf.

erde

Tomaten sind Starkzehrer und haben einen hohen Nährstoffbedarf.
Es muss trotzdem nicht immer die spezielle Tomatenerde sein.
Im ersten Jahr habe ich meine Tröge mit normaler Erde gefüllt und die Jahre drauf die alte Erde einfach mit 1/3 Kompost gemischt und aufgewertet.
Zusätzlich Dünge ich die Tomaten einmal die Woche mit Kompost den ich in die Erde einarbeite, Brennnesseljauche, Wurmtee, Wurmkompost oder Hornspäne.
Tomaten sind auch für gut durchlüftete Erdböden dankbar. Nach langen Regentagen die Erdoberfläche ein wenig aufharken für mehr Luft.

Anzucht

Die Tomatensamen und Setzlinge brauchen viel Licht und sollten daher auf einem hellen Fensterbrett stehen.
Als Faustregel gilt, den Samen mit so viel Erde bedecken, so breit/dick der Samen selbst auch ist.
Erde immer schön feucht halten, gegebenfalls eine Haube drüber (Lüften nicht vergessen!)

UMTOPFEN

Sind die ersten zwei oder vier Blätter da, kann man die Pflanzen in einzelne Töpfchen umsetzen.
Tomatenpflanzen immer tiefer setzen. Sie bilden am Stamm neue Wurzeln, die die Pflanze stärken.

SETZLINGE ABHÄRTEN:

Die Pflänzchen Stück für Stück an die Welt da draußen zu gewöhnen ist ein wichtiger Schritt. Am Fensterbrett gibt es keinen Wind und keine ganz so starke direkte Sonne. Damit der Schock beim Auspflanzen nicht so groß ist, härtet man sie ab.
Nach dem Umtopfen und sobald es draußen etwas wärmer ist (15 grad oder mehr) wird mit dem Abhärten begonnen.

Anfangs nur in den Schatten stellen. Dann ein paar Stunden Abendsonne gönnen. Und so die Pflänzchen immer mehr an die Sonne zu gewöhnen – sonst würden sie Sonnenbrand-Schäden an den Blättern bekommen.
Auch der Wind spielt eine wichtige Rolle. Anfangs kann man sie zu Hause mit einem Ventilator an Luftbewegung gewöhnen oder sie im Freien am Boden stellen, wo der Wind noch nicht so stark ist. Die Pflänzchen entwickeln mit der Zeit einen richtig starken Stamm und sind deutlich stabilder im Stand.

ins freie Setzen

Wann der richtige Zeitpunkt ist die Setzlinge ins Freie zu setzen ist keine Frage der Setzlings-Größe sonder der Temperaturen draußen. Es sollte auf keinen Fall mehr in der Nacht frostig sein. Für gewöhnlich wartet man die „Eisheiligen“ mitte Mai ab. Hier kann es ein paar Tage lang noch kurz frösteln. Danach kann man die Tomatenpflanzen raussetzen – auch hier immer eine Spur tiefer in die Erde setzen! Ggf. ein oder zwei Äste wegbrechen.

gute & Schlechte Partner

Jede Pflanze hat gute und schlechte Nachbarn.
Schlechte Nachbarn können das Wachstum hemmen, nehmen zu viele Nährstoffe an sich – sie können sich kurz gesagt einfach nicht riechen!
Gute Nachbarn helfen sich gegenseitig. Sie verteiben sich zum Beispiel gegenseitig die Schädlinge, ergänzen sich was den Nährstoffbedarf angeht oder helfen einander beim Wachsen.

gute partner
  • Basilikum, passt nicht nur am Teller gut zur Tomate

  • Kapuzinerkresse gut gegen Läuse und schattet den Boden ab (Boden trocknet weniger schnell aus)

  • Korriander, Petersilie

  • Salate, Spinat

  • Zwiebel

  • Radieschen, Karotten, Rote Rüben

schlechte partner
  • Kartoffel!! Niemals in die Nähe pflanzen oder stellen.

  • Gurke, Zucchini, Aubergine,

düngen

SETZLINGE DÜNGEN

Die Samen werden in nährstoffarmer Erde herangezogen. Sobald sie kleine Blättchen haben und zum ersten Mal umgetopft wurden bekommen sie von mir wöchentlich eine kleine Stärkung in Form von Komposttee oder Brennnesseltee.
Komposttee: 2-3 EL Kompost in einen Liter Gießwasser mischen.
Brennnesseltee: 1 EL getrocknete Brennnessel aus der Apotheke mit 1 Liter Kochwasser aufgießen und ziehen lassen. Vor dem Gießen bitte abkühlen lassen!! Ihr könnt die Brennnessel gern auch selber Pflücken gehen.
Brennnesseltee ist auch eine der ersten vorbeugenden Maßnahmen gegen Lausbefall.

Große Pflanzen düngen

Düngen wird zwar alle 14 Tage empfohlen. Ich dünge lieber regelmäßiger, einmal die Woche, dafür weniger bzw. verdünnter.
Gratis Kompost vom Mistplatz oder Wurmkompost in die Erde einarbeiten, mit Brennnesseljauche gießen, der ein oder andere Kaffeesatz wird bei mir verstreut und auch kleingehackte Bananenschale kann man der Tomatenpflanze unter die Erde mischen.

mulchen

Beete zu Mulchen ist für mich ein Muss!
Je nach Mulchschicht, hilft es der Erdoberfläche nach Regen nicht so schnell zu verschlammen. Die Erde trocknet nicht so schnell aus, da sie vor der Sonne geschützt ist. Manche Mulchschicht düngt zugleich oder vertreibt Schädlinge und verhindert Unkrautwachstum.

Letztes Jahr habe ich mit Kräutern und Stroh gemulcht. Heuer versuche ich es ausschließlich mit Kräutern und essbare Blüten.
Basilikum passt laut „Partnerprofil“ sehr gut, genauso wie Koriander und Kapuzinerkresse, die dann auch noch Blattläuse vertreiben.

stäbe & Stütze

Sobald die Setzlinge raus kommen, ihnen der Wind um die Ohren bläst oder sie schon drinnen ziemlich groß werden muss man hochwachsende Sorten stützen.
In den meisten Fällen reicht ein Stab vollkommen aus, an dem man die Pflanze von Zeit zu Zeit anbindet.
In meinem Fall – sehr windiger Balkon – nehme ich lieber stabilere Gegenstände die der Wind nicht so leicht umkippen kann.  Ein fixiertes Rankgitter oder dieses Rundgitter wie oben beim Mulch-Foto.
An Seilen zu fixieren wäre auch eine Möglichkeit, wenn man diese denn wo ander Decke montieren kann.

Bei Buschtomaten ist übrigens keine Stütze nötig. Sie sind kleinwüchsig und brauchen nicht angebunden zu werden.

Probleme & Schädlinge

Es gibt unendlich viele Schädlinge, Probleme, Pilze, Blattkrankheiten.. alle kenne ich nicht und hatte sie zum Glück auch noch nicht. Trotzdem erwartet mich jedes Jahr irgendwie immer wieder eine neue Herausforderung.
Ich liste euch hier alle Problem- & Schadbilder auf, die mir schon so im Laufe des Tomatenanbaus untergekommen sind und was die Ursache, bzw. Lösung dafür ist!

  • BLÄTTER ROLLEN SICH EIN: entweder mit zu kaltem Wasser gegossen oder Stickstoffüberschuss in der Erde.

  • BRAUNE BLÄTTER/BRAUNFÄULE: Laub beim Gießen nass geworden oder konnte nach zu vielen Regentagen nicht gut trocknen.

  • ROTE BLÄTTER: da waren der Tomate die Temperaturen zwischendurch zu niedrig

  • ZU FRÜHER BLÜTENABFALL: Überdüngt

  • FRUCHT PLATZT: zu viel gegossen. Die Pflanze nimmt mehr Wasser über die wurzeln auf, als sie für ihre Früchte braucht.

  • BLATTLÄUSE: Vorbeugend: tägliche Kontrolle der Setzlinge und Brennnesseltee. Bei Befall Absammeln, Abspritzen und mit Brennnesseljauche düngen.

  • STINKWANZEN: Absammeln. Siehe Foto: Die Larven der Stinkwanzen sehen ganz anders aus als die ausgewachsenen Wanzen. Sie sind auf den ersten Blick auch mit den Marienkäfern und deren Larven zu verwechseln. Blattunterseiten nach Eiern absuchen und entfernen.

  • MILBEN: kommen bei großer Hitze & Trockenheitsperioden. Augen in der Zeit offen halten, befallenes Laub entfernen.

sonstige Pflegetipps

Entblättern

Die unteren Äste entfernen um ein bisschen mehr Luft zum Boden zu haben. Sowie auch den anderen Ast inmitten der Pflanze entfernen, für mehr Luftzirkulation – beugt Pilze & Schädlinge vor.

Ausgeizen

Da ist ja jeder anderer Meinung. Es geht um das Entfernen von neuen Trieben in den Ast-Achseln. Es soll ja zu mehr Fruchtertrag führen. Ich bin immer noch unschlüssig.
Ich habe schon beides ausprobiert – kann aber nicht wirklich sagen ob es einen Unterschied macht.

Heuer werde ich den direkten Vergleich haben: Werde bei zwei gleichen Sorten bei der einen Ausgeizen und bei der anderen nicht. Ich bin gespannt!

Wichtig: Buschtomaten sollten niemals ausgegeizt werden.

Bodenauflockerung

Wenn ihr keine Mulchschicht habt, solltet ihr nach längerem Regen die Erdoberfläche ein wenig auflockern. Durch langen oder starken Regen verschlammt der Boden und durch das Auflockern kommt wieder besser Luft in die Erde.

Blüten abschneiden

Wenn die Tomatenpflanze im Spätsommer oben noch Blütenansätze produziert, sollte man diese wegschneiden. Es würde sich zeitlich nicht mehr ausgehen, dass daraus Früchte werden. Es wäre schade um die wertvolle Energie, welche die Pflanze dafür aufbringt. Die Energie wird für die Früchte die sie schon hat gebraucht.

Nachreifen

Wenn Früchte noch nicht ganz fertig gereift sind, kannst du diese trotzdem Ernten und in der Wohnung offen auf der Küchenablage nachreifen lassen.


Bärlauch in Öl darf in keiner Küche fehlen!

küchenbasics & saisonal

Bärlauch in Öl

& Tipps zum Sammeln

Seit ein paar Jahren trage ich mir das Bärlauchsammeln im Wald als Fixpunkt im Kalender ein. Quasi der Startschuss in den Frühling!
Es ist eine schöne Beschäftigung am Wochenende, dabei frische Luft schnappen und zu zweit macht es doppelt so viel Spaß.

Hier verrate ich euch ein paar Sammel-Tipps, damit ihr den Bärlauch erkennt und ihn nicht mit ähnlichen, leider giftigen Pflanzen verwechselt. Wie der Bärlauch im Kühlschrank länger frisch bleibt und natürlich das schnelle Rezept für Bärlauch in Öl

Bärlauch in Öl darf meiner meinung nach in keiner Küche fehlen. Eingelegt hält er im Kühlschrank mind. 2 Jahre. Die Zubereitung ist einfach und der Bärlauch, wenn man ihn selbst pflücken geht, sogar kostenlos!

 
ab in den wald

Bärlauch sammeln

wo & wie

Bärlauch hat leider ein paar ähnlich aussehende Gefährten, die jedoch sehr giftig sind. Hier sind die Merkmale an denen du die Bärlauchblätter erkennen kannst. Schaut am besten schon während dem Pflücken auf die Merkmale.

Matte rückseite

das ist das Merkmal Nr. 1 nach dem ich mich immer richte! Die Blätter sind auf der Rückseite MATT und NICHT GLÄNZEND wie beim giftigen Maiglöckchen.

Knoblauchgeruch

Reibt man das Blatt zwischen den Fingern, riecht es nach Knoblauch. Dieses Merkmal ist aber mit Vorsicht zu genießen. Soabld die Finger einmal nach Knoblauch riechen kann man ein geruchloses Blatt einer giftigen Pflanze nicht mehr erkennen.

Einzelne Blätter & Langer stiel

Die Bärlauchblätter wachsen im Wald zwar auf einer großen Fläche gemeinsam, aber jedes für sich alleine und auf einem eigenen langen Stiel. Beim Maiglöckchen sitzen z.B. zwei Blätter an einem Stiel und viel weiter am Boden da der Stiel nicht ganz so lang ist.

hängende blätter

Größere Bärlauchblätter hängen eher hinunter und stehen nicht so steiff nach oben wie bei den giftigen Doppelgänger. Dieses Merkmal ist jedoch bei jungen Bärlauchblättern noch nicht eindeutig sichtbar.

Extra Tipp:

Wer keine Zeit hat den Bärlauch gleich zu verarbeiten, er hält sich locker eine Woche im Kühlschrank. Dazu einfach, wie auch Salat, in einem feuchten Geschirrtuch einwickeln. Zwischendurch immer wieder anfeuchten, sollte es trocknen.


Rezept

Bärlauch in Öl

vielseitig einsetzbar

Bärlauch in Öl einzulegen ist so einfach wie es klingt, Bärlauch rein, Öl drauf! Ich mach das jedes Jahr. Ich schau immer dass ich einen Vorrat an Bärlauchgläschen zu Hause habe.

Es pimpt jedes Kartoffelgericht auf: Kartoffelstrudel, Gratin,..
Ich mische einen Teelöffel ins Risotto für mehr Geschmack.
Salatdressing verfeinern. In Soßen unterrühren oder einfach nur als Pesto mit Pasta verspeisen. Oder versucht eure nächsten Semmelknödel oder Linsen mit ein wenig Bärlauch.. So vielseitig einsetzbar! Und sollte was fade schmecken – Bärlauch dazu!

Zubehör:

Bärlauch
hochwertiges Olivenöl
Schraubgläser (ausgekocht, bakterienfrei)

Bärlauchblätter kurz mit kaltem Wasser abwaschen.

Blätter zum Trocknen auf dem Geschirrtuch auflegen. Wer eine Salatschleuder hat ist hier klar im Vorteil. Ansonsten an der Luft trocknen lassen oder abtupfen.

Bärlauch schneiden oder mit einem Kräutermesser hacken. Dann abwechselnd den geschnigtenen Bärlauch und einen Schuss Öl in das Glas geben.

Zwischendurch immer wieder mit der Gabel nachdrücken, damit soviel Luft wie möglich aus dem Bärlauch unten herauskommen kann.
Den Bärlauch nicht bis ganz oben hin schichten, lasst ein wenig Platz für die letzte Schicht Öl, die alles komplett abdecken sollte, damit es auch lange hält! Zum Schluss mit dem Deckel verschließen und ab in den Kühlschrank – dort hält es mindestens 2 Jahre!

Feigen – doch nicht so vegan?

URBAN GARDENING

Die Feige - doch nicht so vegan?

ich klär euch auf!

Wie jetzt, Feigen sollen nicht vegan sein?

Als mir eine Freundin erzählt hat, dass Feigen eigentlich garnicht vegan sind, habe ich erstmal schlucken müssen.
Weil zum Befruchten angeblich eine Wespe in die Frucht hineinschlupfen muss und diese dann darin bleibt. Ekelerregend.
Zu dem Zeitpunkt dachte ich mir noch: „Ich esse nie wieder Feigen!“

ABER, für alle, die Feigen genauso lieben wie ich, dürfen gleich einmal aufatmen!
Ich habe keinen Sinn dahinter erkannt weshalb Wespen reinschlüpfen sollen, um dann dort elendiglich zu sterben. Ich hab das ganze mal nachrecherchiert und wie es so ist schnappt jeder von irgendwo einen Bruchteil auf und am Ende kommen dabei Horrorgeschichten heraus.

Also ganz von Anfang an

Habt ihr schonmal einen Feigenbaum blühen gesehen? Wisst ihr wie die Blüten aussehen?

Als ich mir die Frage gestellt habe, musste ich lange überlgen – ehrlich gesagt habe ich wirklich noch nie einen Feigenbaum blühen gesehen und das obwohl ich einen am Balkon stehen habe.
Wer einen Feigenbaum hat, weiß, dass plötzlich Früchte da sind ohne vorher geblüht zu haben.

Die BlüteN des Feigenbaumes sitz Nämlich in der Frucht drinnen.

Wir können sie also nicht sehen, wie wir es sonst auch kenne von einem blühenden Apfel- oder Kirschbaum.

Ebenfalls wichtig zu erwähnen ist, dass es weibliche und männliche Blüten gibt. Ein wichtiger Punkt, der gern überlesen wird und dann kann es durchaus zu einer Horrorgesichte enden. Die eine essen wir, die andere ist für den Wespen-Nistplatz.

 

Und wie war das jetzt mit den Wespen genau:

Es gibt eine spezielle Feigen-Wespe (2-3mm klein) die für ihre Larven einen Platz sucht.
Diese Wespe sucht eine männliche Feigenblüte in diese sie durch ein kleines Loch hineinschlüpfen und Larven legen kann. (siehe roter Kreis am Foto)
Weil die Wespe von außen nicht erkennen kann ob die Blüte innen in der Frucht männlich oder weiblich ist, muss sie in alle Früchte hineinkrabbeln und verträgt so nach der Suche einer männlichen Blüte, Stück für Stück die Pollen und befruchtet auf diesem Wege die weiblichen Früchte.

Also, wenn ich alles richtig verstanden habe: Die männlichen Blüten/Früchte werden nicht befruchtet – sie dienen ausschließlich der Wespen um ihre Larven abzulegen und die weiblichen Blüten/Früchte werden während der Suche durch Pollen befruchtet und dann zur essbaren Frucht!

Kurz gesagt:

Kein Lebewesen verendet hier irgendwo & wird von uns unabsichtlich verspeisst!

Wildbienen am Balkon unterstützen

URBAN GARDENING

Wildbienen am Balkon unterstützen

Tipps & Tricks

Bienen sind so wichtig zur Bestäubung unserer Blüten damit diese Früchte bilden können. Für die Weiterentwicklung unserer Vegetation und Anbau unserer Lebensmittel.
Die Anzahl der Bienen nimmt leider von Jahr zu Jahr ab, weil ihr Lebensraum durch den Klimawandel und ihre Gesundheit durch den Einsatz von Pestiziden & Insektiziden gefährdet ist.
Jeder einzelne von uns kann jedoch mithelfen, dem Bienensterben entgegen zu wirken.
Auf chemische Unkrautvernichtungsmittel verzichten, wenn nötig lieber natürliche Insektenschutzmittel verwenden und allgemein umweltbewusster zu Leben ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung!
Zusätzlich kann man den Bienen ein wenig unter die Flügel greifen: Mit passenden Nistkästen am richtigen Ort, blühenden Blumen zur Nahrung und mit einem Wasserschälchen für den Durst ist man schon dabei!
Man muss nicht gezwungenermaßen einen riesen Bienenstock aufstellen um etwas Gutes zu tun, mal davon abgesehen, dass der Platz am Balkon dann doch sehr begrenzt ist.

die verschiedene wildbienen-arten

Es gibt über 600 verschiedene Wildbienen! Gut die Hälfte aller Wildbienenarten sind Bodenbrüter und bevorzugen sandige Böden zum Nisten. Ein kleiner Teil der Wildbienen sind die sogenannten Mauerbienen. Diese kann man gut selbst am Balkon halten bzw. mit den Nistkästen bei der Vermehrung und den richtigen Blüten zur Nahrungsaufnahme unterstützen.
Die Wildbiene ist ein Einzelgänger und lebt nicht wie wir es sonst kennen in einem Bienenstock, sondern sie gehen ihren eigenen Weg und nisten sich dort ein, wo sie es am schönsten finden!

Hast du gewusst, dass Wildbienen für gewöhnlich nicht stechen?? Sie sind friedvolle Genossen.
Weibchen und Männchen der Mauerbiene erkennt man übrigens am Bärtchen auseinander. Die männliche Mauerbiene hat ein weißes flauschiges Bärtchen 🙂

Wie funktioniert das genau?

Grob gesagt, Bienenhotel aufhängen und abwarten 🙂
Damit es besser klappt sollte man auf den richtigen Nistkasten achten, sowie den Standort. Blümchen dürfen zur Nahrung nicht fehlen!
Bis zum Herbst nisten die Mauerbienen ihre Eier im „Hotel“ ein. Im Frühling schlüpfen dann die neuen Bienchen, sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen auf das Bienenhotel treffen. Sie sind nicht nur eine große Hilfe beim Bestäuben der Blumen und Blüten von Gemüsepflanzen und Obstbäumen sondern sind auch wirklich süß zu beobachten.

der richtige nistkasten

Die Mauerbiene legt ihre Eier am liebsten in runde und tiefe Öffnungen ab. Zum Beispiel in hohle Rohre oder Bohrungen im Holz. (grüne Markierung im Foto)
Bei mir am Balkon haben sie sich sogar in meine Holzbank eingenistet – in das Schraubenloch, welches leer geblieben ist 🙂

Das klassische Insektenhotel, sowie mein erstes hier am Foto, gibt es im Gartencenter oder Baufachmarkt zu kaufen. Sogar manch Supermarkt bietet es zur passenden Saison an. Es gibt durchaus aber auch kleine Unternehmen die wunderschöne handgefertigte Bienenhotels anbieten.
Egal wo ihr es kauft, achtet auf die richtige Qualität. Saubere Vertiefungen, keine Risse und aller andere Schnickschnack wie Sägespäne oder Tannenzapfen braucht es für Bienen nicht und wird von ihnen auch nicht besiedelt werden. (rote Markierung im Foto)

Ein einfacher Holzblock mit tiefen und runden Bohrlöchern tuts genauso gut und ist auch leicht selbst zu machen.

der beste standort

Die Bienen die schon aus dem Bienenhotel geschlüpft sind, legen meistens ihre Eier ebenfalls wieder in der Umgebung ihres Geburtsortes ab – Es macht also Sinn, das Bienenhotel an Ort und Stelle zu lassen und es nicht zu verstellen.

Versucht vielleicht einen geschützten Platz (bei Möglichkeit windgeschützt) zu finden. In einer Ecke oder wie bei mir zwischen Wand und Weinrebe. Meins ist übrigens Mitten in der Stadt im 6. Stock.

Mein Bienenhotel hab ich anfangs so zum Spaß gekauft – ich habe mir nicht viel erhofft. Im ersten Jahr war auch garnichts los… Mittlerweile bekomme ich mit, dass es von Jahr zu Jahr mehr werden und es richtig viel Spaß macht den Kleinen beim Schlüpfen und Arbeiten zuzusehen.

blumennahrung

Bienen brauchen den Nektar der Blumen als Nahrung und auch für den „Nestbau“. Blumen sind also DAS Lockmittel schlechthin.
Wo Blümchen blühen sind auch automatisch Bienen!! Wenn ihr soagr einen Garten habt, lasst doch ein bisschen Wildwiese stehen – fördert nicht nur Bienen sondern auch noch viele andere Nützlinge.

Kleiner Tipp am Rande: Es ist bewiesen dass Bienen und Hummeln besonders von der Farbe Blau angezogen werden. Also das nächste Mal im Gartencenter vielleicht vermehrt nach bläulichen bienenfreundlichen Blumen ausschau halten.

trinkmöglichkeiten

Auch Bienen haben Durst! Vorallem an heissen Sommertagen. Wenn keine natürlichen Wasserquellen weit und breit vorhanden sind, dann könnt ihr den Kleinen ein Schälchen mit Wasser zur Verfügung stellen.
Aufpassen, dass die Bienen darin nicht ertrinken können!!
Entweder eine ganz flache Schale verwenden oder eine Bienentränke mit Murmeln oder sonstigen Steinen darin bauen, sodass sie darauf während dem Trinken guten Halt haben.
Wer zusätzlich ein wenig Plastik recyceln mag, da hab ich von einer Bienenfreundin einen Tipp bekommen: Die kleinen Verschlusskappen der PET-Flaschen eigenen sich hervorragend als Napf für eine Bienentränke.

kokon bestellen

Immer wieder sehe ich dass man ebenso auch fertige Bienen-Kokons bestellen kann und diese dann im eigenen Bienenstock schlüpfen lässt. Ich persönlich weiß noch nicht so ganz was ich davon halten soll. Ob gut oder schlecht..
Ich denk mir halt, die Biene die ein Nest baut um ihre Eier darin abzulegen, wird sich schon was dabei gedacht haben, weshalb sie genau diesen Ort dafür ausgewählt hat – gute Lage, gute Nahrungsquellen in der Umgebung ect.
Es muss deshalb nicht sein dass es am neuen Standort, wo die Bienen dann schlüpfen, es genauso schön und ideal ist.

Habt ihr noch weitere Fragen zu Wildbienen am balkon?


Harte Kerle – was überlebt bei Minsutemperaturen? (Selbstversuch am Balkon)

URBAN GARDENING

Harte Kerle - was überlebt bei minustemperaturen?

Selbstversuch

Im Herbst, wenn so langsam alles abgeerntet ist und die Gartensaison sich dem Ende neigt, habe ich in den letzten Jahren immer noch eine Fuhr Samen für Gründüngung in die Erde eingearbeitet. Gründüngung sind bestimmte Samen, welche beim Wurzeln die Erde lockern und den Boden mit neuen Nährstoffen versorgt – also eine tolle Vorbereitung für das nächste Jahr.

Letzten Winter wollte ich jedoch mal was anderes ausprobieren. Gemüse über den Winter ansetzen.
Im besten Fall überstehen sie die Kälte und sind erntebereit bevor die neuen Setzlinge wie Tomate & Zucchini im Mai den Platz dann übernehmen.

Im November aussäen und im Mai ernten bevor die nächsten Setzlinge den Platz brauchen.

Es gibt sogar eigene Wintersorten und ich könnte auch einfach googeln welche Sorten über den Winter funktionieren – aber es macht mehr Spaß es selber auszuprobieren. Samen hatte ich noch genug übrig – also was gibt es schon groß zu verlieren.

Here we go!

– Lauch, Zwiebel, Knoblauch (top!)
– Spinat (top!)
– Radieschen (erstaunlich gut)
– Chinakohl & Karotten (wenige)
– Erdbeere und Schnittlauch (unkaputtbar gut)
– Mangold, Kraut & Karfiol (nicht so der Hit)

Lauch, Zwiebel, Knoblauch

Funktionieren alle drei wunderbar.
Für Knoblauch einfach einzelne Knoblauchzehen in die Erde stecken. Für den Zwiebel habe ich kleine Zwiebelchen im Gartencenter gekauft und so tief in die Erde gesetzt dass man die Spitze noch sehen konnte.
Den Lauch habe ich schon ein wenig vorgezogen gekauft und nur mehr ins Freie gesetzt.
Mittlerweile ist alles in die Höhe geschossen. Ohne Abdeckung während der kalten Wintermonaten, sogar mit Schnee bedeckt, haben diese Kerle den Kälte gut überstanden.

Spinat

Die Spinatsamen habe ich ebenfalls im November direkt in die Erde gesteckt und auf das Beste gehofft. Ein paar Blätter haben sich noch vor dem Wintereinbruch gezeigt und zu den ersten froistfreien Tagen im Frühlilng sprießen auch diese wieder wie wild weiter.

Radieschen

Bei den Radieschen habe ich ebenfalls die Samen im November direkt in die Erde gesteckt. Radieschen sind eigentlich ein Gemüse welches man das ganze Jahr über immer wieder dazwischen streuen kann. Diese wachsen schnell und können meist nach 4 Wochen schon geerntet werden.
Aber dass sie einen Winter überleben wusste ich selbst noch nicht. Sie halten zwar ebenso einen Winterschlaf aber bei den ersten warmen Tagen sprießen sie los und können bald vernascht werden.

Chinakohl und karotten

Bei diesen zwei Exemplaren habe ich glaub ich einfach nur Glück gehabt. Von jedem sind ein paar wenige aufgegangen, aber der größte Teil ist leider nichts geworden. Nichts desto trotz freue ich mich über diese paar wenigen Pflänzchen, welche an den lauen Tagen immer größer werden. Hoffentlich werden auch diese noch rechtzeitig fertig.

ERDBEEREN

habe ich nicht extra ausgesät, diese habe ich immer schon als Pflanze am Balkon. Bleiben jedoch bei mir jedes Jahr draußen und kommen trotz Schneeschicht gut über den Winter. Obwohl ich die Erdbeerpflänzchen nicht extra abdecke und sie zudem noch in einem kleinen Metalgefäß sind, kommen sie trotzdem jedes Jahr immer wieder aufs Neue nach! Unkaputtbar! Ich liebe sie!

schnittlauch

ist meiner Meinung nach ebenfalls unkaputtbar. Er ist bei mir eines der ersten Zeichen dass der Frühling nicht mehr weit ist.
Die Reste des Schnittlauches werden zwar im Winter welk und sehen nach dem Schnee wie Stroh aus. Aber mit den ersten Sonnenstrahlen schießen zwischen dem Stroh neue Triebe in Richtung Himmel. Das alte Heu kann entfernt werden.

MANGOLD, KRAUT, KARFIOL

Diesen Samen wars dann wahrscheinlich doch zu kalt oder ich hätte schon vorgezogene Pflänzchen nehmen sollen.

mein fazit

mach ich nächstest Jahr wieder so

Für das, dass ich einfach nur übrig gebliebene Samen im November in die Erde gesteckt habe, finde ich das Ergebnis super!

Vorallem ohne extra Aufwand.

Kein zusätzliches Gießen über die Wintermonate, keine Wärmeschutz oder Abdeckung gegen Schnee.
Sehr viel gießen muss man diese Pflanzen zudem auch im Frühjahr nicht und die Ernte ist abgeschlossen bevor du den Platz im Beet für deine neue Anzucht brauchst.

Ich werde es in Zukunft immer so machen – denn so leicht und mit so wenig Aufwand kommt man selten zu frischem Gemüse.


Tipps & Tricks – der beste Start für gesunde Setzlinge

URBAN GARDENING

der beste Start für gesunde Setzlinge

Tipps & Tricks
1. Saatgut

Eine riesige Auswahl an Saatgut gibt es in jedem Gartencenter oder Baufachmarkt. Fortgeschrittene Gärtner sammeln gerne Samen von ihren eigenen Früchten. ACHTUNG: Bei Samen von Obst und Gemüse aus dem Supermarkt, da kann es durchaus vorkommen dass die Früchte aus Hybrid-Samen gezogen werden, deren Samen nicht wieder keimen werden.
Ich nehme meist Samen aus eigenen Früchten, oder Saatgut aus den Früchten von Freunden. Wichtig bei der Gewinnung der Samen ist, diese vorsichtig aus dem Fruchtfleisch herauszulösen, zu säubern und richtig trocknen zu lassen!
Am idealsten ist eine Papiertüte, da hier auch noch Restfeuchtigkeit verdunsten kann. Vorsicht bei luftdicht verschlossenen Gefäßen – hier besteht Schimmelgefahr, wenn die Samen noch nicht zu 100% getrocknet sind.
Gesammelte Samen beschriften, mit Sortennamen, das Jahr und woher (Balkon, Garten, Supermarkt)

2. ZEITPUNKT

Wann gehts los? Das hängt vom Saatgut ab, bzw. der Gemüse- & Obstsorte. Meine Anzuchtsaison startet mitte Februar mit Chili & Paprika auf der Fensterbank. Genaue Pläne, wann was angesetzt werden kann, gibt es in meinem Aussaatkalender. (als PDF zum Downloaden & Ausdrucken)

Viele Samen kann man auf der Fensterbank vorziehen, einige auch gleich direkt draußen, wenn es die Temperaturen zulassen.

3. anzuchttopf

Bei Anzuchttöpfen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Von Plastiktöpfchen, über Klopapierrollen bis hin zu selbstgefalteten Anzuchttöpfen aus Altpaier, die man mit Anzuchterde befüllt. Auch aufquellende Tabs aus Kokoserde sind sehr beliebt.

Ich hab so ziemlich alles ausprobiert und verwende zur Ansaat Plastiktöpfchen, denn die sind jedes Jahr wiederverwendbar. Die Samen brauchen es am Anfang sehr feucht um zu keimen und in einem Plastiktopf bleibt die Erde länger feucht als in einem Kartonbehälter.
Wenn die Samen dann zu einem kleinen Pflänzchen herangewachsen sind und es nicht mehr ganz so feucht brauchen, werden sie umgesetzt und kommen in einen von mir selbstgefalteten Papierbehälter.

Tipp: Je nach Größe des Topfes und Saatgut gebe ich verteilt 2-4 Samen hinein. Diese haben dann noch ein wenig Platz um ein bisschen größer & stärker zu werden, bevor jede Pflanze einen eigenen Topf bekommt.
Umgesetzt wird dann, wenn es in der Anzuchtstation eng wird oder die Setzlinge an der Abdeckungshaube anstoßen.

4. ERDE

Wichtig ist, dass die Samen bakterienfrei keimen können & kleine Pflänzchen schnell Wurzelwerk bilden.
Deshalb nimmt man für die Anzucht eine nährstoffarme Erde. Weil die jungen Pflänzchen trotzdem nach Nährstoffen suchen werden, breitet sich so schneller ihr Wurzelwerk aus!
Gekennzeichnete Anzuchterde ist genau darauf abgestimmt. Ebenso ist die lockere Textur dieser speziellen Erde dazu gedacht, dass die Samenkeimlinge leichter ans Tageslicht durchkommen. Die feinen Wurzeln bekommen mehr Sauerstoff und können sich gut ausweiten.

Wie tief? Als FAUSTREGEL gilt: Wie tief man einen Samen in die Erde stecken soll, kann man am Samen selbst erkennen. So dick wie er ist, genauso dick darf er maximal mit Erde bedeckt werden.
Eine dicke Bohne wird tiefer gesetzt als ein kleiner Tomatensamen. Basilikumsamen sind zum Beispiel so mini, dass man sie sowieso nur oben drauf streut (sind sogenannten Lichtkeimer)

TIPP: damit die Erde auch wirklich frei von Bakterien und möglichen Schädlingen ist (z.B. Trauermückenlarven) sterilisiere ich die Erde im Backrohr. Auf einem Backblech, bei 150 Grad für 40 Minuten „backen“. Bevor sie für die Aussaat weiterverwendet wird unbedingt auskühlen lassen.

Beim ersten Umtopfen der kleinen Setzlinge könnt ihr gerne schon zu normaler Gemüseerde greifen.

5. wässern

Gegossen wird mit ganz normalen Wasser – lauwarm am besten. Gerade am Anfang muss man mehr Wässern, damit es das Saatgut schön feucht hat und Aufkeimen kann. Die Wassermenge hängt wiederum vom Anzuchttopf ab. Wie schon oben erwähnt, bleibt in einem Plastiktop die Erde länger feucht. Bei einem Topf aus Kokosmaterial, Papier oder Karton saugt sich der Topf selbst auch mit Wasser an und wird sich mit der Zeit auch die Feuchtigkeit aus der Erde holen. Das ist jetzt nicht so tragisch, wie es sich anhört, da man ja täglich nach seinen Sprösslingen schaut und gegebenfalls gleich nachgießen kann.

Zum Gießen ansich nehme ich gerne eine Sprühflasche mit ganz feinem Sprühnebel damit die Samen, die nicht so tief gesetzt sind nicht davongeschwemmt werden.

Tipp: Feuchte Erde ist leider auch der ideale Platz für Trauermücken und deren Larven. Gelbsticker an denen diese kleben bleiben sind vorbeugend eine super Idee!
Oder in manchen Fällen macht es auch Sinn alles nur von unten zu Gießen, sodass sich die Erde von unten her mit Wasser ansaugen kann. Dadurch bleibt die Erdoberfläche ein bisschen trockener und die Trauermückenlarve ist weniger versucht ihre Eier dorthin abzulegen.

6. LICHT

Licht ist die Hauptnahrung von Pflanzen. Deshalb ist es auch so wichtig, darauf zu achten, wie tief man jeden Samen setzt, damit er noch genügend Licht zum Keimen bekommt. Da die Tage und somit die Lichtdauer in den Wintermonaten sowieso viel kürzer ist und die Sonne noch nicht ihre volle Stärke hat, ist es wichtig die Anzuchttöpfe so nah wie möglich an ein helles Fenster zu stellen, damit sie jeden Lichtstrahl aufnehmen können.

Man kann natürlich mit Tageslichtlampen nachhelfen, oder sogar ein Anzucht-Gewächshaus mit integriertem Tageslicht anschaffen.

7. Wärme

Das Vorziehen von Saatgut findet nicht umsonst in vielen Fällen auf der Fensterbank statt. Dort gibt es neben genügend Licht auch noch einen Heizkörper, der für die benötigte Wärme sorgt.

In den meisten Fällen reicht das Tageslicht und die Wärme der wenigen Sonnenstrahlen aus.
Paprika & Chili stelle ich lieber gerne in Richtung Heizkörper, da diese Samen mehr Wärme brauchen.

Saatgut bei Heizkörpern unbedingt öfters kontrollieren. Die Erde kann durch die Wärme schneller austrocknen. Ich decke diese gerne zusätzlich mit einer durchsichtigen Abdeckung ab – hält nicht nur die Feuchtigkeit sondern auch die Wärme! (Lüften nicht vergessen)

8. UMSETZEN

Wenn die Samen keimen und die ersten zwei kleinen Blätter zu sehen sind, muss man selbst abschätzen wann es den Kleinen zu eng wird. Da ich im Anzuchttopf selbst nur 2-4 Samen anpflanze, haben die kleinen Pflänzchen noch ein wenig länger Zeit, sich zu entfalten, bis es zu eng wird und sie umgetopft werden müssen.
Ich nehme in diesem Fall meine selbstgefalteten Töpfe aus Altpapier – da bekommt das wachsende Wurzelwerk mehr Sauerstoff.
Beim Umsetzen wirklich sehr behutsam mit den Pflänzchen umgehen. Die kleinen, frischen Wurzeln sind schnell abgerissen.
TIPP: sollten sich die Wurzeln zweier Pflänzchen miteinander verwachsen haben, in lauwarmes Wasser einweichen – dadurch löst sich die Erde und man kann die Wurzeln besser entwirren.

Die Erde darf in den neuen Töpfen schon mehr Nährstoffe haben (normale Gemüseerde) denn jetzt gehts los und die kleinen Setzlinge werden von Tag zu Tag mehr in die Höhe schießen.

9. abhärten

Die kleinen Pflänzchen stehen Tag für Tag auf der Fensterbank, ohne gröbere Vorkommnisse oder Gefahren. Step by Step Abhärten ist ein wichtiger Punkt, damit sie nicht plötzlich von einem auf den anderen Tag mit Wind, Wetter und starker Sonne zurecht kommen müssen.

An warmen Tagen kann man die kleinen vorgezognen Pflänzchen auf den Balkon, die Terasse oder in den Garten stellen. Aufpassen dass sie Anfangs noch keine pralle Sonne abbekommen – das würde ihre feinen Blätter verbrennen. Ein schattiger Platz ist ideal. Mit der Zeit können sie nach ein paar Tagen schattigen Ausgang natürlich auch den ein oder anderen Sonnenstrahl abbekommen.
Wind spielt ebenfalls eine große Rolle! Zuhause stehen die Pflanzen windgeschützt am Fensterbrett und machen natürlich keine Anstalten, sich gegen den Wind zu wappnen und stärker zu werden. Deshalb auch darauf achten, dass am Anfang draußen kein allzu großer Sturm ist. Auch da müssen sich die Pflanzen erst Stück für Stück daran gewöhnen. Gebt ihnen Zeit – sie werden von Tag zu Tag stabiler.

Ultimativer Wind-Tipp: Zu Hause hin und wieder einen Ventilator zum Fensterbrett stellen um den kleinen ein wenig Schwung ins Leben zu geben. Sie wachsen viel fester und stabiler, weil sie ja nicht einknicken wollen!

10. kontrolle

Last but not least, die tägliche Kontrolle. Nicht nur um zu sehen ob sich schon die ein oder andere Blattlaus auf den Kleinen breit gemacht hat, die feuchte Erde voll mit gefräßigen Trauermückenlarven ist oder einfach nur der Schimmel wächst und wächst.

TRAUERMÜCKENLARVEN: Sind so kleine durchsichtige Würmer in der feuchten Erde. Sehen ein bisschen nach kleinen kurzen Glasnudeln aus. Die Trauermückenfliegen legen ihre Eier am liebsten in feuchter Erde ab und schwirren auch oft in diesen feuchten Gebieten umher.
Die geschlüpften Larven in der Erde fressen dann die gerade aufgekeimten Pflänzchen ab und ernähren sich von den frischen Wurzeln. Oben sieht man nur noch den Rest des noch grünen Setzlings der immer mehr den Kopf hängen lässt. Die Pflanze ist so gut wie tot.
Vorbeugend kann man die Anzuchterde im Backrohr sterilisieren. Im Gartenfachmarkt gibt es die sogenanten klebenden Gelbsticker, an denen die kleinen Fliegen kleben bleiben. Trotzdem bleibt es eine Herausforderung den Fliegen Herr zu werden, da die Erde ja zum Keimen recht feucht gehalten werden muss.

Trauermücken-TIPP: Versucht doch mal eure Anzuchttöpfe von unten zu gießen. Sodass sich die Erde mit dem Wasser von unten her ansaugt. So bleibt die Erdeoberfläche ein wenig trockener und ist dann so weniger attraktiv für die Eiablage.

BLATTLÄUSE: Gerade auf die neuen, frischen und zarten Blätter stürzen sich Läuse am Liebsten. Die Pflanze ist noch jung, recht schwach im Vergleich zu den ausgewachsenen Pflanzen und schneller zu Fall zu bringen. Kurz: ein Leckerbissen für Blattläuse und sonstige Schädlinge.
Hier solltet ihr wirklich täglich alle Blätter und Blattachseln absuchen und absammeln.

Blattlaus-TIPP: Die jungen Pflanzen leicht mit kaltem & lang gezogenem Brennnesseltee besprühen. Ausgewachsene Pflanzen mit Brennnesseljauche gießen. Die Pflanze saugt es in sich auf und schmeckt den Blattläusen dann nicht mehr!

Ich habe Vieles gegen Blattläuse ausprobiert – die Jauche funktioniert immer! Und am Besten schon anfangen, BEVOR eine Laus den Weg auf die Pflanze gefunden hat!!

Gerade im frühen Stadium des Wachstums ist eine Schwächung durch solche Feinde fatal – in den meisten Fällen überleben die kleinen Pflänzchen das nicht, oder werden in späterer Folge nicht so groß und das kann den Ertrag der Ernte ernorm beeinflussen.
Es zahlt sich also wirklich aus, von Anfang an ein Auge drauf zu haben.

SCHIMMEL: Kommt bei mir am meisten in Kartonanzuchttöpfen vor oder wenn ich Holzstäbchen als Namesschilder verwende. Die Erde muss am Anfang feucht gehalten werden. Trotzdem ist es sehr wichtig die Haube über dem Anzuchttopf regelmäßig zu lüften. Passiert bei mir schon fast wie von selbst, weil ich immer so neugierig bin und ständig drunter schaue, ob sich denn schon was tut 🙂

Habt ihr noch weitere Fragen zur Anzucht?


Zitronenkuchen mit der einfachsten veganen Cream

VEGAN, schnell & einfach

Easy Lemoncake

mit veganer Schlagsahne

Ich habe mich dazu entschlossen, dass die Rezepte, die ich zukünftig posten werde, möglichst einfach und für Jedermann machbar sein sollten. Ohne große Koch- & Backkünste und Zutatenlisten für die man nicht drei verschiedene Läden aufsuchen muss.
Auch einfache Gerichte schmecken mit ein paar Tipps & Tricks fantastisch gut!
In den meisten Fällen hat man die Grundzutaten schon oft zu Hause vorrätig.

Zutaten TEIG:

  • 300g Mehl
  • 150g Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Saft & Schale einer Zitrone
  • 150ml neutrales Öl
  • 150ml Wasser

Zutaten Creme:

  • Saft einer Zitrone
  • Zucker/Agavendicksaft nach Belieben
  • 1 Dose Kokosmilch (aus dem Kühlschrank, nicht schütteln!

Wenn ihr eine handelsübliche Dose Kokosmilch (NICHT fettarm) über Nacht in den Kühlschrank stellt, dann setzt sich der feste Teil an der Oberfläche ab und darunter bleibt das flüssige Kokoswasser über.
Man kann also nach dem öffnen der Dose prima die Creme herauslöffeln und fertig ist die vegane Schlagsahne 🙂  Diese hält sich dann in einem extra Gefäß noch einige Tage im Kühlschrank und wird sogar noch fester.

Los geht's!

Weil der Teig recht schnell gemacht ist und dann flott ins Backrohr muss, solltet ihr am besten schon vorher die Form (ca. 23cm) entweder mit Öl & Mehl ausmehlen oder mit Backpapier auslegen, sowie das Backrohr vorheizen: 200 Grad, Ober-Unterhitze.

TEIG:

In einer Schüssel zuerst alle trockenen Zutaten mischen: Mehl, Zucker, Backpulver
In einem zweiten Gefäß alle feuchten Zutaten vermengen: Zitronensaft, Zitronenschale, Öl & Wasser.
Dann die trockenen mit den feuchten Zutaten flott mit einem Schneebesen vermischen, bis alles eine schöne gleichmäßige Masse ist.
Nicht zu lange rühren, lieber schnell in die Form füllen und gleich ins Backrohr damit.

25 Minten backen, bis alles eine gute Farbe hat. Mach einen Teig-Test in der MItte der Backform, ob er schon komplett durch ist.
Ich mache das übrigens mit einer harten ungekochen Spaghetti. Holzstäbchen hab ich nicht immer zur Hand und mit der Gabel reinzustechen macht keinen Sinn, weil diese zu glatt ist. Denn für denn Fall, dass der Kuchen noch nicht durch ist, würde der teigige Anteil auf der Gabel nicht kleben bleiben.

Nach der Backzeit den Kuchen nicht gleich stürzen oder anschneiden, sondern auskühlen lassen, sonst bricht er zu leicht.

CREME:

Wie schon beschrieben, die gekühlte Dose Kokosmilch, ohne zu schütteln, aus dem Kühlschrank holen. Vorsichtig öffnen und die feste Schicht Kokoscreme herauslöffeln. Mit Zucker und dem Saft einer Zitrone verfeinern. Fertig.
Die Creme zwischendurch im Kühlschrank lagern und wenn der Kuchen angerichtet wird, mit einem ordentlichen Löffel Creme servieren.

 

Welcome to the Jungle

URBAN GARDENING extreme

Welcome to the Jungle

im Sonnwendviertel, Wien

Urban Gardening – mit über 50 verschiedene essbare Gemüsesorten, Obstbäume & Sträucher auf einem 10m2 großen Balkon im 6. Stock in Wien (Sonnwendviertel) Minihochbeete, viele Töpfe, kleine Bäume, hängende Blumenkästen voll mit Salat, Erdbeeren und Kräuter. Jahr für Jahr wird es immer mehr.

Auch dieses Jahr wieder und zum Glück geht es endlich wieder los!
Mitte Februar, um Valentinstag herum, starte ich immer in die Gartensaison. Oder in meinem Fall Balkonsaison 🙂
Die ersten Aussaaten auf der Fensterbank, Beetkontrolle draußen und dabei die ersten Sonnenstrahlen tanken.

Garteln und in der Erde herumgraben kenne ich schon seit meiner Kindheit an und habe vieles von Eltern & Großeltern mitbekommen und in den letzten Jahren habe ich so einiges an Erfahrung im Bereich Balkonanbau noch extra dazu gesammelt.
Von reichlicher Ernte bishin zur Invasion der Blattläuse, war alles dabei.

Um die Großstadt noch ein bisschen grüner zu machen, möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen.
Wann ich was zu welcher Jahreszeit angehe, wie man all die Plagegeister an Schädlingen besiegt und natürlich wie man am Ende mit leckerer Ernte belohnt wird.
Schritt für schritt

Auf los geht's los!

Leitfaden für dein Garteln

Anbei findest du eine Zusammenfassung all meiner Erfahrungen und eine Art Leitfaden wie du dich Monat für Monat durch deinen Urban Gardening Dschungel schlägst. Ihr könnt diese Downloaden & Ausdrucken, davon inspirieren lassen, abchecken ob euch noch was fehlt.
Auf meinem Instagram-Account  (@lisamariatrauer) halte ich euch natürlich auch immer am laufenden was denn grad alles so an Pflanzen-To-Dos ansteht, wie es auf meinem Balkon zugeht und beantworte gern all eure Fragen zum Thema Urban Gardening!!!


DOWNLOADEN, ausdrucken & loslegen

Aussaatkalender & To Do Liste

Februar März

April

Mai

JUNI

Juli

coming soon

August

coming soon

September

coming soon

Oktober

coming soon

November

coming soon

Dezember Jänner

coming soon

Der grüne Peter – Humus meets Petersilie

VEGAN & GESUND

Der grüne Peter

Kichererbse meets Petersilie

Hummus gehört zu meinen meisst gegessenen Brotaufstrichen.
Am Markt gibt es schon die verschiedensten Geschmacksrichtungen von Curry bis Rote Rübe, alles dabei.
Aber am besten schmeckt mir immer noch mein selbst gemachter Hummus – egal ob klassisch oder mit anderen Zutaten gemischt.
Den Hummus in diesem Rezept habe ich mit einem ganzen Bund Petersilie zubereitet. Lustigerweise schmeckt er nicht typisch nach Hummus, aber auch den Petersil schmeckt man nicht so dominant heraus wie ich es anfangs angenommen habe. Die Kombi machts und er ist in meinen Augen ein ganz neu Art Aufstrich, welchen ich so, in dieser Geschmacksrichtung noch nie vorher gegessen habe – mein neuer LIEBLING.

Für die Zubereitung habe ich einen leistungsstarken Mixer genommen – je stärker der Mixer, desto feiner wird der Hummus.
Wenn ihr einen Handpürierstab habt, verwendet lieber den – geht mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser!

Zutaten:

  • 400-500g Kichererbsen gekocht (1 große Dose)
  • 120g Tahin, Sesampaste
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine Prise Kümmel gemahlen
  • 1 TL Rosmarin oder einen frischen Zweig
  • Saft einer Zitrone
  • Schuss Apfelessig
  • 6 EL Olivenöl
  • 300ml Wasser
  • optional: 1 TL thailändische Currypaste (für die, die es ein bisschen exotischer und schärfer wollen)

Los geht's!

Kicherebsen in einem Sieb abtropfen lassen.
Petersilie grob vorhacken.
Die Knoblauchzehe schälen.
Rosmarin abzupfen.
Zitrone pressen.

Alle Zutaten in einem leistungsstarken Mixer oder mit dem Handpürierstab pürieren bis alles eine homogene Masse ist.
Für den Fall, dass die Konsistenz zu dick ist, könnt ihr noch zusätzlich 100-200ml Wasser dazu geben.
Im Kühlschrank hält sich der Petersilienhummus ungefähr eine Woche.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Guacamole-Pasta-Salat
Green Curry Suppe mit Glasnudeln
Rote Rüben Suppe

James, mein Pflanzen-Butler

DIY

James, mein Pflanzen-Butler

Der Rollwagen mit Sonderausstattung

Lange hab ich überlegt ob ich zu diesem Rollwagen überhaupt einen Blogbeitrag machen soll. Einen Rollwagen kaufen und drei Dosen mit Farbe zu besprühen ist keine neue Erfindung und das kann jedes Kind. Weil die Fotos so schön geworden sind, wollte ich sie euch nicht vorenthalten und verbinde es gleichzeitig mit einem Einblick in meine Pflanzenroutine. Ein paar allgemeinen Ideen und Tipps wie ich das Chaos daheim mit sovielen Pflanzen in den Griff bekomme gibts dazu.

Einmal die Woche mache ich einen Kontrollgang durch meinen Dschungel.
Ich inspiziere die Blätter, ob sich vielleicht Schädlinge angesiedelt haben. Pflanzen, die ihr Laub fallen lassen, gelbe oder braune Flecken bekommen haben werden ebenfalls unter die Lupe genommen. Bei der ein oder anderen Pflanze wische ich Staub vom Blatt. Eine Fingerprobe in der Erde reicht, um zu schauen wer Wasser braucht. Mit der Gabel lockere ich die Oberfläche auf und lüfte die Erde ein wenig. Zugleich kommt in regelmäßigen Abständen ein Löffel Kompost dazu.

Damit ich nicht extra für alles hin und her laufen muss, hab ich mir einen mobilen Rollwagen besorgt. Den könnte ich mir auch selbst aus ein paar Brettern und Rollen zusammenschrauben – aber ich war von Anfang an in den Servierwagen „Raskog“ von Ikea verliebt. Ich bin aber nicht unkreativ geblieben und habe mir hilfreiches Zubehör gebastelt.
Ab nun an begleitet mich mein Pflanzen-Butler auf der wöchentlichen Visite und erleichtert mir mein Leben ungemein!

schnelle anleitung

DIY Dosen

für Erde, Sand und Dünger

Hin und wieder verteile ich Dünger, Erde oder Sand in meine Zimmerpflanzen. Da ein Sandsack, Erdsack oder Kübel mit Kompost optisch nicht so schön in die Wohnung passt und ich diese nicht immer vom Balkon hereinschleppen will, habe ich beschlossen diese mit auf meinen Rollwagen zu packen. Damit es auch ein Hingucker ist, wenn der Wagen im Raum stehen bleibt, habe ich die Dosen dem schwarzen Wagen angepasst.

Kurz und knackig:
Man nehme drei Dosen – in meinem Fall waren es Kaffeedosen. Jede andere Dose oder ein Glasgefäß tun es auch.
Die Sprühfarbe gibt es in jedem Baumarkt zu kaufen, die Farbwahl bleibt dir überlassen!
Wichtig sind auch Handschuhe, weil man beim Halten der Dose unweigerlich Farbe abbekommt.
Die Sprüharbeit unbedingt im Freien machen, die Dämpfe aus der Dose sind giftig und sollten nicht in den Wohnraum gelangen.

Die fertig besprühten Dosen gut trocknen lassen. Zum Schluss noch ein Label drauf oder per Hand mit weißem Lackstift beschriften.
Befüllen und FERTIG!

Was auf meinem Wagen ist und wozu ich es brauche!

Pflanzenhacks
Schere & Mistkübel

Eine Schere, um kaputtes Laub zu entfernen, neue Ableger abzuschneiden oder die Pflanze zu stutzen. Damit ich mit dem Abfall nicht nach jedem Schnitt zum Mistkübel laufen muss, kommt der Grünschnitt gesammelt auf den Rolllwagen und wird am Schluss zusammen entsorgt.

microfastertuch

Ein feuchtes Tuch habe ich immer mit dabei um Staub von den Blättern zu wischen. Wer das noch nie gemacht hat, sollte gleich damit anfangen. Jede Pflanze ist dankbar. Davon abgesehen ist sie frei von allem Staub und kann bessere Luft für dich produzieren. Außerdem glänzt sie auch wieder – wer mag schon graue Zimmerpflanzen?

zahnbürste

Die Zahnbürste kommt dann zum Einsatz wenn das Microfastertuch an seine Grenzen stößt. So wie zum Beispiel beim Kaktus oder einer stacheligen Aloe Vera Pflanze. Staub und sonstigen Dreck kann man prima wegschrubben ohne die Stacheln dabei zu verletzen oder daran hängen zu bleiben. Bei Schädlingsbefall ist die Zahnbürste meine erste Wahl! Damit lassen sich hartnäckige Schildläuse abbürsten und unendlich viele Spinnmilben abkehren. Natürlich muss die Pflanze dann noch weiter versorgt werden, aber als erste Maßnahme ist es schonmal ein gutes Hilfsmittel.

gabel & löffel

Die Gabel habe ich immer dabei, um die Erdoberfläche zu lockern und ein bisschen mehr Sauerstoff nach unten zu bringen.
Mit dem Löffel verteile ich Erde, Sand und Dünger und arbeite diese wiederum mit der Gabel in die erste Erdschicht ein.

sprühflasche & Gießkanne

Sprühflaschen habe ich immer zwei im Einsatz. Die Erste ist mit Wasser gefüllt. Manche Zimmerpflanzen müssen öfters besprüht werden, weil sie eine höhere Luftfeuchtigkeit brauchen, als ich sie zu Hause habe. Die Zweite ist mit einem Gemisch aus Wasser und einem natürlichen Mittel zur Schädlingsbekäpfung befüllt. Zum Beispiel ein paar Tropfen Teebaumöl, Neem oder Schmierseife. Ich wechsle das Mittel immer, damit sich die Schädlinge nicht an ein Mittel gewöhnen.
Zur Gießkanne muss ich nicht viel sagen: Finger in die Erde stecken – sind die ersten 3-5 cm sehr trocken, dann bekommt die Pflanze etwas Wasser.

Ein alter Brotback-Kasten zur Aufbewahrung meiner Utensilien:

töpfe & untersetzer

Ein paar Töpfe und Untersetzer hab ich immer mit, vor allem für meine kleineren Pflanzenexemplare. Die kann ich gleich am Rollwagen ohne viel Aufwand umtopfen. Für die Großen brauche ich mehr Platz und auch mehr Erde als in der Dose. Aber das kommt nicht ganz so oft vor, wie bei den Kleinen.

dünger

Beim Dünger setze ich nur auf organischen Dünger, der mit der Zeit in der Erde von den Mikroorganismen zerlegt wird und Stück für Stück an die Pflanze abgegeben wird. Ein paar Mal im Jahr hole ich mir reinen Kompost vom Mistplatz/Deponie der MA 48, den gibts dort kostenlos zum Abholen. Auch gebrauchter Tee- und Kaffeesatz eignen sich hervorragend zum Düngen und müssen nicht weggeworden werden.

erde & SAND

Erde zum schnellen Umtopfen von kleinen Pflanzen und bei Bedarf zum Auffüllen. Der Sand dient den  Pflanzen, die einen Boden bevorzugen, der nicht so viel Wasser speichern soll, wie zum Beispiel Kakteen oder die Aloe Vera.

Ich hoffe ihr könnt etwas aus meiner Pflanzenroutine mitnehmen. Ich bin mir sicher, dass im Laufe der Zeit mit mehr Pflanzenpraxis, das ein oder andere Hilfswerkzeug den Weg in meinen Wagen findet.

hast du noch Fragen zum Rollwagen & dem zubehör?
oder hast du vielleicht sogar ein hilfsmittel das mir noch fehlt?


Das könnte dich auch noch interessieren:

schwimmender Avocadokern
Pflanzen mit ablaufdatum
DIY Moosterrarium

The one & only Apple Pie

VEGAN & Saftig

APPLE PIE

the one and only aller beste!!
Ich bin ein großer Fan von Linzertorte und dachte mir letztens, man könnte den Mürbteig doch auch mal mit Äpfeln füllen. Und es schmeckt total gut. Zimtiger Mürbteig und Apfel-Fülle mit Ingwer und Zitrone. EIN MUSS FÜR ALLE KUCHENBÄCKER!

Zutaten für den Teig

  • 300g Mehl (Universalmehl)
  • 120g Mandeln gemahlen
  • 150g Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • Saft einer Zitrone
  • 50ml Wasser
  • 150g Butter (ich habe Creres-Kokosfett genommen)

Zutaten für die Apfel-Fülle

  • 5 mittel bis große Äpfel (bitte keine mehligen Äpfel, besser sind saftige, leicht saure Äpfel)
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 TL Ingwerpulver, Ingwer gemahlen (oder frischer griebener Ingwer)
  • Saft einer Zitrone
  • 1 TL Stärke (Maizena)

Los geht's!

TEIG
Alle trockenen Zutaten mischen (Mehl, Mandeln, Zucker, Backpulver und Zimt).
Die Butter in kleine Stücke schneiden und dazu geben, sowie Zitronensaft und Wasser.
Alles gut vermischen und zu einem gleichmäßigen Teig kneten. Mit Küchenmaschine gehts besser. Wer alles per Hand knetet und das Ceres-Kokosfett nimmt, sollte das harte Fett vorher ein bisschen weich werden lassen, dann muss man sich mit dem Kneten nicht ganz so plagen.
Die fertige Teigkugel kommt abgedeckt für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.
Wenn ihr den Teig am Vortag macht, is es auch nicht wild wenn er über Nacht am Ruhen ist.

APFELFÜLLE
Währenddessen bereiten wir schon die Apfelfülle vor, die muss am Schluss auch noch ein wenig auskühlen.
Die Äpfel gut waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Schale lasse ich immer drauf, die kochen wir einfach mit und wird nachher keinen mehr stören. Wer eine Küchenmaschine hat, kann die Äpfel auch damit kleinschneiden. Passt bitte auf, dass es noch kleine Stückchen bleiben und nicht alles zu Brei wird.
Die Apfelstückchen mit Zucker, Ingwerpulver, Zitronensaft, Maizena und einem Schuss lauwarmen Wasser mischen und in einem Topf am Herd für 10 Minuten köcheln lassen – bis die Apfelstücke etwas weicher sind, aber nicht ganz durch.
Die Apfelfülle dann vom Herd nehmen und auskühlen lassen.

Wenn der Teig fertig gerastet hat, das Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen.

AB IN DIE KUCHENFORM
Nun eine runde Kuchenbackform einfetten und einmehlen.
2/3 vom gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Das letzte Drittel bleibt noch gekühlt bis wir es für die Streussel oben auf brauchen. Die anderen 2/3 werden ausgerollt und in die Backform gelegt. Der Boden, sowie der Rand sollte damit ausgelegt sein.
Dann ein paar mal mit der Gabel in die Form in den Boden einstechen.

Die Apfelfülle gleichmäßig auf den Teig verteilen.
Zum Schluss kommt das letzte drittel Teig aus dem Kühlschrank zum Einsatz.
Ich lasse es deshalb immer noch im Kühlschrank, weil der Klumpen durch das Kokosfett recht hart bleibt und man ihn jetzt besser mit einer groben Reibe reiben kann.
Ich hab auch versucht die Streussel für oben zwischen den Finger zu zerwuzeln und den Teig zu zerpflücken. Das klappt auch, aber ich wollte ein gleichmäßigeres und feineres Ergebnis erzielen. Für mich hat es am Besten geklappt, den Teig mit einer groben Reibe über den Kuchen zu reiben.

BACKEN
Alles in den Ofen schieben und bei 180 Grad für 40-50 Minuten backen. Habt immer ein Auge darauf, wie braun der Teig gegen Ende schon ist – sonst könnt ihr ihn gegenfalls auch ein bisschen länger drinlassen.

Am Ende der Backzeit den Kuchen herausnehmen und unbedingt noch ein bisschen auskühlen lassen – sonst ist er noch nicht stabil genug für den Anschnitt.

Viel Spaß beim Nachbacken.

APPLE PIE RECIPE

for my english speaking friends

Ingredients for the dough

  • 300g (2 1/2 cups) plain flour
  • 120g (1 cup) ground almonds
  • 150g (2/3 cup) sugar
  • 15g (1 tbsp) backing powder
  • 1 tsp cinnamon
  • juice of one lemon
  • 50ml (1/4 cup) water
  • 150g (2/3 cup) butter (i used the Creres-coconut fat)

Ingredients for the apple-flling

  • 5 apples (juicy apples, not the floury ones)
  • 2 tbsp brown sugar
  • 1 tsp ginger powder (or fresh grated ginger)
  • juice of one lemon
  • 1 tsp cornflour (Maizena)

Let's start!

DOUGH:
In a bowl, mix together the flour, ground almonds, sugar, backing powder and cinnamon.
Add the coconut fat in small pieces, the lemonjuice and the water.
You can use a food prozessor or do it by hand.
Once combined, set aside for one hour in the fridge.

APPLEFILLING:
Meanwhile, make the applefilling.
Cut the apples into small pieces and mix them together with brown sugar, ginger powder, lemonjuice and cornflour.
You can also use a food processor for cutting the apples.
On medium heat, bring the apple-mixture to the boil (for about 10 minutes) and set aside and let cool down.

Preheat the oven to 180°C (350°F) and grease a round cake tin with butter and flour.

Take two thirds of the dough out of the fridge and press it into the greased cake tin and prick it several times with a fork.
Pour the apple filling onto the dough in the tin.
At the end, take the final third pastry out of the fridge and crumble it on top of the apple filling. You can rub it too, like grating cheese over a pizza 🙂

Bake in the preheated oven for about 40-50 minutes, until lightly golden.
Remove from the oven and allow the cake to cool in the tin for a while.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Rhabarber-kuchen
Glühwein-Linzerschnitte
Apfelstrudel muffins

Glasterrarium – Hol‘ dir ein Stück Wald nach Hause!

Moos-Terrarium

Hol dir ein Stück Wald nach Hause

einfache DIY Anleitung

Spazieren im Wald, die Stille genießen und frische Luft inhalieren – das kann schon was, vorallem in der jetzigen lauten und schnelllebigen Welt.
Seit langem hab ich schon ein großes Deko-Glas zu Hause herumstehen und wusste bis jetzt nichts Besonderes damit anzufangen.
Beim heutigen Spaziergang im Grünen habe ich dann ein paar Sachen mitgehen lassen und daraus ein Moos-Terrarium gebastelt. Anfangs war es nur so eine Idee. Ging jedoch dann besser als gedacht und hübsch ausschauen tut es auch. So hat man ein Stückchen Wald zu Hause und ist eine schöne Abwechslung zu den restlichen Zimmerpflanzen in den Terracotta-Töpfen.

Hier zeig ich euch wie schnell und einfach das eigentlich geht

Für ein Moos-Terrarium  müsst ihr euch nicht in Unkosten stürzen. Das Meiste gibt es in der Natur zu finden. Es gibt alle Dekoartikel natürlich auch in jedem Gartencenter zu kaufen. Ich finde aber, die einzelnen Sachen im Wald zusammen zu suchen ist auf der einen Seite eine schöne Feiertagsbeschäftigung und zum anderen ist das eigene Moos-Glas dann viel persönlicher!

Das Glas

Es ist kein besonderes Glas nötig. Es sollte nur ein wenig höher sein, damit man alles schön schlichten kann. Ob es mehr bauchig ist, rechteckig oder eine andere Form hat, ist dabei völlig egal. Es sollte natürlich oben offen sein, damit Sauerstoff reinkommt. Und je größer die Öffnung oben, desto einfach wird es dann für dich sein, das Innenleben mit Wasser zu besprühen.

Der Boden

Schicht für Schicht

Für den Boden verwende ich gern mehrere Schichten. Angefangen mit einer Schicht Steine als Drainage, da das Glas am Boden keine Löcher für überschüssiges Gießwasser hat. Gefolgt von je einer Schicht Kies und Sand, die den selben Effekt haben. Es reicht natürlich eine Art Drainage aus, aber ich finde mehrere verschiedene Schichten sehen schöner aus.
Oben auf kommt noch Erde, damit Pflänzchen und Moos Wurzeln schlagen können.

Das Pflänzchen

der Mittelpunkt der Oase

Mein kleines Pflänzchen ist aus dem Gartencenter:
Ein winzig kleiner Zierspargel (Asparagus)

Achtet darauf, dass die Pflanze es gerne feucht mag (Boden sowie Luftfeuchtigkeit), damit es gut mit dem Moos zurecht kommt.
Das kleine Pflänzchen (oder gern auch mehrere) werden vorsichtig in die Erdschicht eingesetzt, bevor dann das Moos und die Deko zum Abschluss dazukommen.

Deko sammeln

Augen auf im Wald

Augen auf beim Spazieren im Wald. Moos, kleine Tannenzapfen, Rinde, Äste,… und alles, was euch sonst noch ins Auge springt, könnt ihr für euer Terrarium sammeln. Sand, Kies und Erde könnt ihr auch im Wald finden – hatte ich selber aber schon zu Hause.
Wildert aber nicht im Wald herum, achtet darauf dass ihr nichts Naturgeschütztes mitnehmt und mit Maß und Ziel sammelt.
Das Moos solltet ihr zu Hause gleich mit Wasser ansprühen, damit es euch nicht vertrocknet, bis ihr das Glas befüllt.
Noch besser: Fangt gleich mit der Bastelei an!
Das Moos legt ihr im Glas direkt auf die Erdschicht, damit es anwurzeln kann und alles andere an Deko könnt ihr im Glas einrichten wie ihr wollt.

Pflege

regelmäßig besprühen

Die Pflege des Glases ist an die Bedingungen des Waldes angepasst.
Das Glas braucht viel Licht, jedoch keine direkte Sonne.
Der Boden sollte immer feucht gehalten werden – ich persönlich würde nicht hineingießen, weil das Wasser sich schnell am Boden absetzt und zu schimmeln anfangen kann.
Am Besten ihr sprüht in das Glas hinein und benetzt das Pflänzchen und das Moos bis sie schön feucht sind. Das schafft auch gleichzeitig gute Luftfeuchtigkeit im Glas.

Wenn mir wieder so ein schönes Glas zwischen die Finger kommt, werde ich mich mal an einer anderen Klimazone versuchen… Wüstenlandschaft anyone?!?!

hast du Fragen zum Moos-Terrarium?


Das könnte dich auch noch interessieren:

schwimmender Avocadokern
Pflanzen mit ablaufdatum
DIY Aloe Vera Gel!

vegane „Butter“ ohne Palmöl selbermachen!

VEGAN & SUPER EINFACH

vegane Butter selbermachen

OHNE PALMÖL

Eine vegane Butter bzw. eine vegane Margarine auf dem Markt zu finden, die annähernd wie die früher gewohnte Butter am Brot schmeckt und dazu noch kein Palmöl enthält, ist jedesmal für mich im Supermarkt eine Herausforderung.
Also hab ich mal recherchiert wie man sowas selber machen könnte – da hätte man dann zumindest selbst in der Hand was drinnen ist und wie es schmecken soll.

Geht einfacher als gedacht: mit 2 Zutaten in 10 Minuten selbstgemacht.

Grundzutaten sind Kokosfett und ein Öl nach belieben. Kokosfett bitte nicht zu verwechseln mit Kokosöl. Das Kokosfett ist im Supermarkt in einem Block abgepackt, wie Butter und ist geschmacksneutraler als das Kokosöl, welches bei niedriger Temperatur auch fest werden kann.
Beim Öl sind dir keine Grenzen gesetzt. Ich nehme immer ein neutrales Öl, wie Rapsöl. Das passt unter die süße Marmelade sowie auch auf ein deftigeres Schnittlauchbrot. Wer mag kann auch Olivenöl nehmen für ein bisschen mehr Geschmack bei einem klassischen Abendbrot. Unter der Marmelade stell ich mir die Olivenbutter jedoch etwas schwieriger vor 🙂
Dazu kommen noch eine Prise Salz. Und auch bei den extra Würzungen sind dir keine Grenzen gesetzt. Kräuter, Chili, Knoblauch oder was fruchtiges.
Bitte spart auch hier nicht am Öl. Da es ja hauptsächlich aus Öl besteht würde ich mir hier wirklich ein gutes und ggf. auch teureres Öl leisten, welches sehr geschmackig ist.

ZUTATEN FÜR VEGANE BUTTER

  • 150ml Rapsöl
  • 100g Kokosfett
  • Prise Salz
  • opt. Gewürze, Chili, Blüten, ect.

Los geht's!

Kokosfett in einem Topf langsam schmelzen – wirklich auf sehr niedriger Stufe!
Wenn das Kokosfett flüssig ist, das Öl dazu mischen.
Salz einrühren.
Das ganze nun in ein Gefäß oder Glas abfüllen, welches man verschließen kann.
Das Öl muss nun im Kühlschrank noch aushärten und dann ist die Butter fertig. Wenn es schneller gehen muss, dann ins Tiefkühlfach 🙂

Ich habe mehrere kleine Gläschen verwendet und öffne dann immer nur eines nach dem anderen. Sollte eines schneller schlecht werden als die anderen, muss man auch nicht die ganze Butter wegschmeissen, sondern nur das eine Glas.

Im Kühlschrank ist die vegane Butter so lange haltbar bis das Öl alt und ranzig schmeckt.. ich habe es bis jetzt noch nie erlebt, dass sie schlecht geworden wäre und sie steht oft auf Vorrat bis zu 3 Monaten im Kühlschrank!

als die Avocado schwimmen lernte…

vom kern zum bäumchen

als die Avocado schwimmen lernte...

einfache DIY Anleitung

Ich bin ein Mensch, der irgendwie aus allem eine Wissenschaft macht. So auch beim Züchten von Avocadobäumchen.
Wer es noch nicht weiß – man kann aus jedem Kern der in der Avocadofrucht steckt sein eigenes Avocadobäumchen heranziehen.

Hier zeig ich euch wie das am besten gelingt, was ihr beachten müsst und welcher super Trick euch das Wurzeln vereinfacht.

Der Kern

trocknen & schälen
  • Zuallererst müsst ihr den Kern aus der Frucht holen. Viele von euch halbieren nur die Avocado und hacken dann auf den Kern ein, um ihn irgendwie höchstgefährlich aus der Avocado heraus zu bringen, ohne ihn dabei großartig zu verletzen.

TIPP: Viertelt doch mal die Avocadofrucht – macht Spalten um den Kern herum und öffnet diese einfach. Am Schluss bleibt der Kern wie von selbst, ohne viel Kraftaufwand über.

  • Als nächstes müsst ihr den Kern von der braunen Haut befreien. Ich habe zwar auch schon einige gesehen bei denen es mit Schale ebenso funktioniert hat, aber ich denke mir: Ohne Schale ists einfacher für den Kern sich zu spalten und Wurzeln zu bilden!

TIPP: Den Kern 2-3 Tage trocknen lassen, dann lässt sich die Schale viel besser herunterlösen.

Die Anzuchtstation

Zahnstochermethode vs. schwimmendes Floß

Die häufigste Anzuchtmethode, die ich bis jetzt gesehen habe, ist die Zahnstochermethode. Zahnstocher sind schnell zur Hand und  müssen nur leicht in den Kern gestochen werden. Der Kern kommt dann mit dem unteren Teil auf ein mit Wasser gefülltes Gefäß.
So habe ich es auch lange Zeit gemacht – nur nicht ganz so erfolgreich. Man muss täglich nachschauen ob der Kern noch mit dem Wasser in Berührung ist, damit er Wurzeln kann. Am Fensterbrett, in der Sonne, oder dem warmen Heizkörper, ist es bei mir nicht nur einmal vorgekommen, dass ich vergessen habe, das Wasser nachzufüllen. Der Kern ist ausgetrocknet und die ganze Mühe war umsonst.

Bessere Methode:

Den Kern auf eine Art Floß legen und von selbst schwimmen lassen. Da ist es egal wie hoch der Wasserstand im Glas ist und es reicht ein Mal die Woche nach den Kernen zu schauen, ob sie Wassernachschub brauchen. Da wird bestimmt kein Kern so schnell austrocken.

ANLEITUNG: Ich habe aus einem Styroporrest ein Stück herausgebrochen. Dort schneidet man passende Löcher heraus. Gerade so groß, dass der Kern nicht ganz durchfallen kann, aber er trotzdem mit dem Unterteil durchhängt.
Für das Styropor muss nur noch ein passendes Gefäß gefunden werden, das ihr mit Wasser befüllt. Dann kann auch schon alles schwimmen.

Zahnstochermethode

der schwimmende kern

Warten, warten, warten...

...und nicht aufgeben!

Viele verzweifelte Nachrichten haben mich erreicht, wie lange ich denn für meine Kerne gebraucht habe bis sie endlich Wurzeln bilden.

Eine Wartezeit zwischen 3 Tagen und 3 Monaten ist völlig normal.

Ich kann nicht genau sagen woran es liegt. Manche Avocados wurzeln einfach schneller und manche langsamer. Es ist von Kern zu Kern total verschieden. Bei meinen Kernen, die ich so ziemlich zur gleichen Zeit ins Wasser geschickt habe, hat sich der erste Kern schon nach einer Woche leicht aufgespalten, der zweite Kern erst nach 6 Wochen und wiederum andere Kerne sind gar nichts geworden.
Nach 3 Monaten entsorge ich die Kerne, die bis dahin keine Anstalten machen, etwas zu werden. Mein Avocadoverbrauch ist ohnehin groß und der nächste neue Kern steht schon in den Startlöchern.
Meine Anzuchtstation steht übrigens am Fensterbrett – ein sehr heller Standort, vor allem wenn die Sonne herauskommt, ist es schön warm für die Kleinen.

Zeit für ein Experiment

ab mit seinem Kopf...

Ich werde mich glaub ich dieses Mal zum ersten Mal trauen meine frisch herangezogenen Avocadobäumchen mit all den neuen Blättern abzuschneiden! ABER WARUM?

Sie wachsen dann angeblich buschiger nach!

Für gewöhnlich schießen die kleinen Avocadopflänzchen wie eine Palme nach oben und bilden oben weiterhin ihre Blätter. Ich möchte aber diesmal nicht so ein hohes Bäumchen haben, sondern lieber ein verzweigtes buschiges Bäumchen. Deshalb werde ich nach den ersten 20cm mal gleich die hälfte wieder abschneiden! Ich halte euch am laufenden, ob und wie das was geworden ist!

Eure Fragen zum Thema Avocadopflanze züchten:

Bekommen die Pflanzen Früchte?

Das kann ich euch leider nicht genau beantworten. In Österreich ist es auf jeden fall zu kalt, sodass sich Früchte, geschweige denn Blüten bilden könnten. Aber man kann mich gern eines Besseren belehren. Ich habe auch schon gehört, dass diese Art von Vermehrung nicht geeignet ist, um Früchte zu bekommen, auch wenn es warm genug wäre. Fragt mich bitte nicht warum das so ist – Die professionellen Avocadofarmer haben da eine eigene Anbauart.

wann setze ich die pflanze in die erde?

Sobald der Kern kräftige Wurzeln hat kann man ihn schon umtopfen. Ich warte trotzdem immer noch gerne bis zumindest die ersten Blätter da sind, bevor es ans Umtopfen geht. Passt dabei sehr gut auf die Wurzeln auf, damit ihr sie nicht abbrecht. WICHTIG beim Umtopfen: Nur die Wurzeln kommen unter die Erde – der Kern muss noch oberhalb der Erdschicht zu sehen sein!

wie Pflege ich meine Avocadopflanze?

Die Avocadopflanze ist ein tropischen Gewächs und liebt warme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und feuchtes Substrat.
Stellt sie an einen hellen Standort und besprüht die Pflanze immer wieder mit Wasser, vor allem in der Winterzeit, wenn die Raumluft durch die Heizungswärme zu trocken wird. Fleissig gießen, nur bitte aufpassen dass das Wasser überschüssige Wasser abfließen kann – nasse Füße mag sie überhaupt nicht.

kann ich die avocadopflanze auch ins freie setzen?

Kommt drauf an wo du zu Hause bist. Temperaturen unter 15 Grad Celsius verträgt sie nicht und ist somit hier in Österreich oder Deutschland nicht winterhart. Ich habe meine in einem Topf, der im Sommer draussen steht, aber sobald die Temperaturen sinken, stelle ich die Avocadopflanze wieder herein. In Ländern, in denen es wärmer ist, kann man die Avocado durchaus in Freien ansiedeln. Bedenkt nur, dass das gute Stück bis zu 20 Meter hoch werden kann. Keine Sorge, bei uns im Topf bleibt sie bei 1,5 Meter.

Habt ihr noch weitere Fragen zum Thema Avocadobäumchen?

 

Das könnte dich auch noch interessieren:

Avocado-overkill
Pflanzen mit ablaufdatum
DIY Aloe Vera Gel!

die besten Rösterdäpfel mit Knoblauch und Mangold

VEGAN

Die besten Rösterdäpfel

mit viel Knoblauch und Mangold

Röstaroma, süßlich gebratener Zwiebel und viel Knoblauch – mehr braucht es nicht um umwerfend zu schmecken.

Es ist gerade einmal erst Mai und auf meinem Balkon gehts rund. Alles blüht und sprießt und gedeiht wundervoll und in einem mords Tempo!
Wöchentlich werden Kräuter geerntet und mein Tiefkühler damit Stück für Stück gefüllt. Es ist wirklich so viel, da komme ich mit dem Essen nicht nach 🙂

>>> nun ist Mangold-Zeit <<<

Zumindest wenn es nach meinem Blechschaffel geht. Es geht über vor lauter Mangold. Habe schon etliche Salate damit verfeinert. In verschiedensten Röstpfannen, z.B. mit Bulgur und asiatischer Soße, gegessen. Ein gesunder grüner Smoothie steht noch an und heute gab es den Mangold mit Erdäpfel und viel Knoblauch – diesen leckeren Tipp habe ich auf Instagram unter meinem Mangold-Posting, von naturzauber.at, bekommen.

ZUTATEN FÜR DIE RÖSTERDÄPFEL

  • 3-4 Zwiebel
  • 5 Knoblauchzehen
  • 500g Erdäpfel
  • Öl zum Anbraten
  • 2 Hände voll Mangold oder Spinat
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Salz oder Gemüsesuppenpulver/paste
  • 1 TL Majoran
  • optional: Gewürzgurkerl dazu essen

Los geht's!

KLEINSCHNEIDEN

Zwiebel schälen und kleinschneiden.
Erdäpfel, im rohen Zustand, wirklich sehr klein schneiden oder in der Küchenmaschine kurz häckseln. Aufpassen, dass es aber dabei nicht zu fein wird. Und Schale lass ich immer drauf. Ist Geschmackssache.
Mangold waschen und grob schneiden.
Knoblauch schälen.

BRATEN

Zwiebel mit einem größeren Schuss Öl in einer großen Pfanne anbraten. Je langsamer das ganze geht, desto süßlicher wird es und gibt dem ganzen einen super Geschmack, gemeinsam mit den Röstaromen.
Knoblauchzehen dazu pressen und auf mittlerer Stufe weiter anbraten lassen.
Dann kommen die Erdäpfel dazu. Das ganze immer eine wenig am Boden der Pfanne anbraten lassen, dann wieder gut umrühren und wieder ein wenig anbraten lassen.
So werden nicht nur die Erdäpfel schnell durch, sondern braten sich auch richtig schön schmatzofatz braun an!
Zwischendurch Paprikapulver, Salz und Majoran untermischen.

ZUM SCHLUSS

Wenn die Erdäpfel dann alle durch sind, Pfanne von der Herdplatte nehmen und den grob geschnittenen Mangold unterheben. Die restliche Wärme reicht aus, dass der Mangold warm wird.

ESSEN!

Gleich direkt aus der Pfanne oder ab auf einen Teller. Wer mag kann Gewürzgurkerl noch fein geschnitten drüber streuen! <3

Pflanzen mit Ablaufdatum

AUGEN AUF BEIM PFLANZENKAUF

Pflanzen mit Ablaufdatum

Sollbruchstelle und Geldmacherei

Elektronische Geräte gehen verdächtigerweise genau ein paar Wochen nach Ablauf der Garantie kaputt. Dass manche Hersteller eine solche Sollbruchstelle einbauen ist uns schon lange klar.
Aber dass dieses Phänomen jetzt auch schon in der Pflanzenwelt angekommen ist, würde mich sehr schockieren – ist den Großkonzernen aber leider zuzutrauen.

Ich habe in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Zimmerpflanzen, die ausschließlich mit Kokoserde verkauft werden, innerhalb von einem Jahr Stück für Stück eingegangen sind. Ich habe über 50 Zimmerpflanzen zu Hause und alle anderen gedeihen und wuchern wie wild.

Meine Hoffnung ist immer noch, dass der Handel nicht das Absterben der Pflanzen beabsichtigt sondern „nur“ den verzweifelten Kauf nach künstlichen Düngemitteln ankurbeln will.
Beides ist keine Option für mich und ich zeige euch warum und wie ihr diese Masche umgehen könnt.

Kokoserde ist keine Erde

Kokoserde ist genau genommen nicht mal Erde – es sind Pflazenfasern. Genauer gesagt es ist ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Kokoserzeugnissen und wird deshalb als sehr umweltfreundlich bezeichnet, auch weil man keine Moore, wie beim Torf, extra trockenlegen muss. Da wir aber nicht gerade ein Kokospalmen reiches Land sind und wir das Produkt einfliegen lassen müssen, bin ich mir der angeblich großen Umweltfreundlichkeit nicht mehr ganz so sicher.

pro
  • lockere Beschaffenheit, es kommt genügend Luft an die Wurzeln

  • großer Wasserspeicher

  • keine Schimmelbildung, keine Larven

contra
  • enthält überhaupt keine Nährstoffe

  • kann keine organischen Nährstoffe aufnehmen

  • kann nur künstlich hergestellte Dünger aufnehmen

  • künstliche Dünger spülen sich schnell heraus – keine Langzeitwirkung

Kokoserde ist die perfekte Anzuchterde

Nährstoffarm, locker und hält viel Feuchtigkeit

All die Pro & Contra-Punkte sprechen zusammen für die perfekte Anzuchterde. Bei der Aussaat von Samen soll die Erde immer feucht sein. Die lockere Beschaffenheit für eine leichtere Entwickeln der Wurzeln. Nährstoffe braucht man in diesem frühen Statium nicht. Und deren schon fast sterile Struktur ohne Lebewesen verhindert in der ersten Zeit die Bildung von Schimmel, Pilzen oder Larven, die sich gleich an den neuen kleinen Setzlingen sonst zu schaffen machen.

Warum Kokoserde dann doch Teufelswerk ist...

künstlichen Dünger musst du kaufen

Die Eigenschaften von Kokoserde sind nicht nur für die Anzucht ideal, sondern auch wie für den Handel und deren Dollarzeichen in den Augen gemacht.
1. Kokoserde enthält keine Nährstoffe, also musst du selber Nährstoffe zuführen.
2. Kokoserde kann nur mineralischen, künstlich hergestellten Dünger aufnehmen – den musst du dann kaufen.
Garnicht so blöd die Geschäftsmasche um Kundenbindung zu generieren.

Für alle, denen es egal ist, ob sie Geld für weiteren Dünger rauswerfen, oder es ihnen egal ist ob sie mit mineralischen Dünger oder mit organischen Dünger düngen… Wetten ich kann euch umstimmen?

natürlich

organischer Dünger

Organischer Dünger entsteht auf natürlichem Weg, ist kostenlos und hat jeder in irgendeiner Form zu Hause.
Klassisches Beispiel ist der Kompost vom Komposthaufen oder aus dem Wurmkomposter,…
Ebenso Kaffee-, Teesudabfall und Bananenschalen, die ich selber gerne unter die Erde mische.

  • langanhaltende Wirkung, da es erst langsam zersetzt und von den Wurzeln aufgenommen wird.

  • Bodenfruchtbarkeit wird verbessert

  • Wasserhaltevermögen wird gesteigert

  • viele verschiedene Nährstoffe

  • kannst du selber herstellen oder kostenlos von der Deponie holen.

künstlich

mineralischer Dünger

Mineralischer Dünger ist ein künstliches Produkt und kann nur industriell hergestellt werden.
Muss erst gekauft werden und ist oft nicht billig.

  • kurze Wirkungsdauer, dafür schnellere Wirkung

  • wegen der schnellen Nährstoffverfügbarkeit steigt Überdüngungsgefahr

  • Wird beim nächsten Gießen genauso schnell wieder herausgeschwemmt

  • einseitige Versorgung mit Nährstoffen

  • meiner Meinung nach: Geldmacherei

Organischer Dünger kann erst nach der Zerlegung durch Kleinstlebewesen & Microorganismen von den Wurzeln aufgenommen werden. Deshalb funktioniert dieser leider nicht in Verbindung mit Kokoserde. In der Kokoserde gibt es kein Leben.

Tipp:

Nach Kauf unbedingt Umtopfen!!

Ihr müsst natürlich nicht auf Pflanzen verzichten, nur weil sie in Kokoserde verkauft werden.
Topft sie nach dem Kauf zu Hause um oder tauscht einen Teil der Kokoserde gegen normale Erde aus.
Kokoserde hat ja auch gute Eigenschaften und in einem 50:50 Mischverhältnis mit handelsüblicher Gemüse- oder Blumenerde hast du die Vorteile von beiden Seiten.
Kokoserde durchlüftet und hält das Wasser und der Anteil an normaler Erde sorgt dafür dass der organische Dünger richtig aufgenommen wird!

Ich persönlich topfe immer alle meine Pflanzen nach dem Kauf gleich um. In den meisten Fällen stehen die grünen Dinger schon lang herum und haben unten jede Menge Wurzeln gebildet, die definitiv einen neuen und größeren Topf brauchen um sich weiter entfalten zu können.
UND: während dem Umtopfen sieht man auch gleich ob sich irgendwelche Schädlinge eingenistet haben. Je früher man die entdeckt, desto eher kann man eine befallene Pflanze retten.

Lieblingsknödel mit indischen Linsen

VEGAN

vegane Laugenknödel mit indischen Linsen

auch als klassische Semmelknödel umsetzbar

Es gibt nichts besseres als richtig deftiges Essen, wenn es draußen so richtig kalt ist. Und mit kalt mein ich wirklich eisig kalt – Hier in Wien haben wir zur Zeit den kältesten Winter, den ich je erlebt habe. Mit bis zu -20 Grad. Da muntert mich dann auch nicht der leckerste Couscous-Salat auf – Nein!

Da müssen Knödel her!

Seitdem ich Knödel selber mache (weil vegan, ohne Ei, glaubt ja eh keiner das es geht), schmecken sie mir noch besser, als sie mir eh immer schon geschmeckt haben. Ich mag es nichts so, wenn sie im Wasserbad teilweise labbrig werden. Sie müssen schon schön bissfest sein, aber fluffig. Auch der Geschmack muss stimmen, bisschen würzig und das Semmerl muss man noch schmecken können. Es gibt nichts schlimmeres als Knödel, die schon so fahl schmecken wie ein ewig alter Semmelrest aus einer modrigen Lade.
Hier bei diesem Rezept, mache ich Laugenknödel, also Knödel aus Laugenweckerl vom Vortag, die nicht mehr ganz so frisch und flaumig schmecken würden.
Wer es einfacher haben will kann auch die fertigen Semmelstücke aus dem Supermarkt kaufen und die klassischen Semmelknödel machen. Von den Mengenangaben her ändert sich nichts.

Zu einem Knödel gehören Sauerkraut oder würzige Linsen. Ich hab mich diesmal für Linsen entschieden und die einfach mit Garam Masala (indisches Gewürz) gepimpt.
Wer es nicht so exotisch mag und mit klassischen Linsen auf Nummer sicher gehen will, lässt das indische Gewürz einfach weg.

ZUTATEN FÜR DIE LAUGENKNÖDEL

  • 250g schon angetrocknete Laugen-Stücke (6-8 Laugenweckerl am Vortag in cm-große Stücke schneiden) oder für Faule: fertige Semmelstücke aus dem Supermarkt
  • 3 EL Leinsamenschrot/gemahlen
  • 9 EL lauwarmes Wasser
  • 300ml Soja- oder Mandelmilch
  • 6 EL Mehl
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Öl
  • 1 TL Maisstärke, Maizena
  • Salz & Pfeffer
  • Muskat

ZUTATEN FÜR DIE LINSEN

  • 1 große Dose Linsen
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Mehl
  • 250ml Mandelmilch
  • 1 TL Gemüsesuppenwürzung
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 TL Garam Masala

Los geht's!

LAUGENKNÖDEL VORBEREITEN

Leinsamenschrot mit dem lauwarmen Wasser in einem Glas quellen lassen.
Zwiebel sehr klein schneiden und mit einem Schuss Öl schön braun anbraten.
Petersilie sehr klein hacken.
In einer Schüssel Semmelstücke, Petersilie, gerösteter Zwiebel, Mehl, Prise Muskat, Salz und Pfeffer vermischen.
Leinsamenschrot-Pampe mit Milch mischen und dann über die Semmelstücke in der Schüssel verteilen.
Alles zusammen gut vermengen. Die Stücke müssen sich schön ansaugen und weich werden.
Am besten dazu die ganze Schüssel für eine Stunde stehen lassen und hin und wieder umrühren.
Sollte es am Ende noch zu trocken sein, mit ein wenig Milch nachhelfen. Ist es zu feucht, dann einen weiteren Löffel Mehl hinzu.
Nach der einen Stunde Rasten werden dann die Knödel daraus geformt und auf einem Teller bereit gestellt.
Wenn die Masse sehr klebrig ist, zwischendurch die Hände mit Wasser befeuchten, dann geht das Knödelformen besser!

MEHLSCHWITZE FÜR LINSEN

Butter und Mehl in einer Pfanne auf niedriger Stufe schmelzen und braten lassen. Ständiges Rühren, dass es nicht am Boden anbrennt, aber trotzdem eine gute hellbraune Farbe bekommt. Wenn es soweit ist, mit Milch ablöschen. Weiterhin rühren, rühren, rühren. Die Klumpen lösen sich mit der Zeit auf.
Wenn du das Gefühl hast es ist zu dickflüssig, dann noch einen Schuss Milch hinein. Wenn es noch zu flüssig ist, dann noch ein bisschen länger eindicken lassen.
In die Mehlschwitze kommen die abgesiebten Linsen aus der Dose, sowie einen Teelöffel Gemüsesuppenwürzung, die Lorbeerblätter und Garam Masala.
Danach abschmecken ist ganz wichtig. Manche haben es gern intensiver, dann würzt es noch mit Garam Masala nach.
Petersilie klein Hacken und drüberstreuen.
Herdplatte auf niedrigste Stufe stellen, quasi nur warmhalten, bis die Knödel fertig sind.

LAUGENKNÖDEL „KOCHEN“

Einen großen Topf mit Wasser zum kochen bringen.
Wichtig ist hier, ein kleiner Teelöffel Maizena ins Wasser dazu zu geben, bevor die Knödel hinein kommen.
Hitze runterschalten und die Knödel vorsichtig ins Wasser legen. Sie sollten wirklich nur im Wasser sieden, nicht wild kochen!
Nach 12 Minuten herausnehmen, kurz abschrecken und dann kannst du sie schon mit den Linsen zusammen servieren.

TIPP: ich mach immer gern die doppelte Menge an Knödelteig, weil sich die geformten Knödel prima einfrieren lassen und man sie dann nur mehr tiefgefroren ins heisse Wasserbad legen muss.

Hustenbonbons selbermachen, die auch noch gut für die Zähne sind!

DIY & HEALTHY

Husten-Bonbons selbermachen!

Mit Birkenzucker den Zähnen etwas Gutes tun.

Ich hab letztens, über zwei Wochen lang, übles Halskratzen gehabt. Ständiges Räuspern, trockener Hals und jeder Atemzug hat geschmerzt. Während dieser Zeit viel trinken ist eh klar. Trotzdem habe ich auch jede Menge Husten-Bonbons in mich hinein gestopft, weil alle 3 Minuten Räuspern, war echt mühsam, nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen rundherum. Mal davon abgesehen, dass mein Hals vom ganzen räuspern schon wund war.
Durch das ständige Zuckerl-Lutschen hab ich schon das Gefühl gehabt, dass sich meine Zähne auflösen. Und non-stop Pelz auf den Zähnen. Pfui.

Da ist mir der Gedanke gekommen, warum es denn keine Husten-Bonbons aus Birkenzucker gibt? (Habe ich zumindest bei meinem Supermarkt nicht gefunden)

Weil…

Birkenzucker (Xylit) schützt Zähne vor Karies!

Gibts ja auch schon in etlichen Kaugummis drin.
Na dann mach ich mir die eben selbst. Kann ja nicht so schwer sein bisschen Zucker mit passenden Kräutern zusammen zu mixen.
UND JA, es ist wirklich so einfach!
Je nach Beschwerde nimmst du das passende Kraut dazu. In meinem Fall Salbei…

ZUTATEN FÜR HUSTEN-BONBONS

  • 100g Birkenzucker
  • 1 gehäufter EL getrocknete Salbeiblätter (Salbeitee)

 

Los geht's!

SCHMELZEN

Den Zucker in einem kleinen Kochtopf auf wirklich sehr niedriger Stufe schmelzen lasse. Das kann ein wenig dauern. Aber bitte nicht ungeduldig werden, sonst gehts dann wirklich zu schnell und dir verbrennt der Zucker.

HACKEN

Während der Zucker langsam vor sich hin schmilzt, kannst du den getrockneten Salbei klein hacken. Je feiner du ihn bekommst, desto feiner ist er auch dann in deinem Mund, wenn der Zucker weggelutscht ist.

MISCHEN

Wenn der Zucker komplett flüssig geworden ist, den gehackten Salbei dazu geben und alles mit einander verrühren.

TROPFEN

Zum Schluss mit dem Kochlöffel oder einem kleineren Löffel die Masse auf ein Backpapier tropfen und trocknen lassen. Legt das Backpapier schon vorher auf ein Blech oder Brett, dann könnt ihr dieses nachher besser bei Seite räumen, denn es braucht ein bisschen Zeit, bis die Tropfen ausgehärtet sind. Fertig durchgetrocknet sind sie, wenn die durchsichtige Flüssigkeit wieder milchig-weiß ist.

Lagern lassen sich die fertig ausgehärteten Bonbons am besten in einer luftdichten Dose.

Das nächste Halskratzen kann gern kommen! aber ACHTUNG: Birkenzucker ist absolut giftig für Haustiere.

cremiger Himbeer-Kokos-Bissen

VEGAN

cremiger Himbeer-Kokos-Bissen

perfekt für ein Valentinstags-Frühstück im Bett

Ja, Valentinstag steht vor der Türe und ich kann es eigentlich schon nicht mehr hören.
Ich finde es schade, in welche Richtung sich das alles entwickelt hat! Geschenke hier, Geschenke da! Wahrscheinlich eh nur von den Medien und den Geschäften so geschürt. Aber viele machen da auch noch mit.

Ich find es gut, dass es solch einen Tag gibt, an dem den Leuten bewusst gemacht wird, was sie eigentlich für ein Glück mit ihrem Partner haben. Wenn sie es nur nicht immer so übertreiben würden und schon mit so einer riesen Erwartungshaltung auf den Tag zusteuern.

Ich mag es einfach! Frühstück gemeinsam im Bett ist schon der hammer! Gibts bei uns nicht alle Tage. Dann noch den Tag bewusst (!) gemeinsam verbringen, schweißt doch viel mehr zusammen als ein Geschenk. Natürlich freue ich mich über Blumen, trotzdem bestehe ich auf die Zeit zu zweit 🙂

Für alle da draußen, denen meine simple Frühstück-im-Bett-Idee gefällt, aber trotzdem noch eine Überraschung daraus zaubern wollen. Warum denn nicht mit etwas selbstgemachtem? Und ich bin mir sicher, dass das jedem schmeckt.

Ich habe ein passendes Rezept für dich, extra einfach, für jedermann machbar!

HIMBEER-KOKOS-BISSEN
Kein Backen
, kein großartiges Kochen! Kann man schon am Vortag vorbereiten und muss sich in der Früh nicht allzu lange aus dem Bett stehlen. Alle Zutaten gibts im Supermarkt. (keine extrawürschte in 3 verschiedenen Shops) Du brauchst keine speziellen Küchengeräte.

Der Boden wird nussig, die Creme ist Kokos und das Topping bei meinem Rezept fruchtig mit Himbeersoße. Du kannst beim Topping aber gern auch eine andere Frucht nehmen oder einfach nur mit Nüssen oder Kakao bestreuen.

 

ZUTATEN FÜR DIE HIMBEER-KOKOS-BISSEN (für Muffinform mit 12 Stk.)

Boden
  • 200g geriebene Mandeln
  • 3 EL Kokosöl
  • 1 EL heisses Wasser
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 1 TL Kakao (ungesüßt oder gern auch den normalen, ist dann süßer)
Creme

Agar-Agar

AgarAgar Geliermittel – gibts beim Interspar

  • 1 Dose Kokosmilch
  • 200ml Wasser
  • 1 Päckchen AgarAgar (siehe Foto)
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Saft von 2 Limetten
  • 1 EL Kokosöl
Topping
  • Tiefkühl-Himbeeren oder anderes Obst
  • optional Nüsse

Los geht's!

Vorab, du brauchst ein Muffinblech oder so einzelne Muffinförmchen, in denen der Boden und die Creme kommt.
Kleiner Tipp: Schneide dir aus Backpapier kleine Streifen und lege sie in die Form bevor du sie befüllst. Mit denen lassen sich die fertigen Küchlein besser herausheben.

Boden

In einer Schüssel Kokosöl (kann durchaus auch fest sein, wenn es in der Wohnung nicht warm genug ist) und dem Esslöffel heisses Wasser mischen. Es reicht die heißeste Temperatur aus dem Wasserhahn aus. Sollte das Öl nicht von Anfang an flüssig sein, dann wird es jetzt durch das heisse Wasser in der Schüssel zumindest weich. Gut zu einer weichen bis flüssigen Masse verquirreln.
Agavendicksaft und Kakao dazu mischen und gut verrühren.
Zum Schluss die geriebenen Mandeln mitmischen. Wenn du 1-2 EL von den Mandeln überlässt, kannst du damit nachher das Küchlein noch verzieren.
Alles gut durch mischen.
Löffel für Löffel in den Muffinformen verteilen und wirklich gut festdrücken.
Während wir als nächstes die Creme machen, stell die Form in den Kühlschrank, dann kann das Kokosöl aushärten und der Boden ist fest!

Creme

In einem Topf, 200 ml Wasser mit dem Agar Agar verrühren und (nach Packungsanleitung) einmal Aufkochen lassen bis sich alles aufgelöst hat. Temperatur reduzieren und immer brav weiterrühren.
Kokosmilch, Kokosöl, Agavendicksaft und Limettensaft Stück für Stück zum AgarAgar dazugeben und weiterrühren.
Wenn alles vermengt ist, vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen.

Die Muffinform aus dem Kühlschrank nehmen.
Löffel für Löffel in jede Form, auf jeden Boden, die noch flüssige Creme geben.
Die flüssige Creme braucht im Kühlschrank mindestens 3 Stunden zum Aushärten. Oder über Nacht in den Kühlschrank stellen und in der Früh servieren!!

Topping

Zum Schluss noch das Topping.
Kann natürlich auch am Vortag vorbereitet werden oder in der Früh frisch machen und warm über das Küchlein schütten.
Die Tiefkühl-Himbeeren dazu einfach im Topf zerkochen, bis alles eine Soße ist.
Mit dem Kochlöffel oder auch Stabmixer kann man mit zerdrücken Nachhelfen wenn man keine ganzen Stücke drin haben mag. Himbeeren haben auch noch Kerne. Mich stören diese aber nicht. Sollten sie stören, alles im Mixer zu einem Brei verarbeiten oder durch ein grobes Sieb drücken.
Die Soße nicht gleich über den Muffin kippen. Erst kurz vorm Verzehr die fertig ausgehärteten Muffins aus der Form holen (an den Backpapierlaschen anziehen) und dann die Himbeersoße drüber verteilen. (Himbeersoße lässt sich prima in einem extra Gefäß im Kühlschrank lagern)

Wer jetzt noch ein paar geriebene Mandeln über hat, kann diese zum Schluss über Muffin und Soße streuen.

ANS BETT SERVIEREN und FERTIG!!!

Privacy Settings
We use cookies to enhance your experience while using our website. If you are using our Services via a browser you can restrict, block or remove cookies through your web browser settings. We also use content and scripts from third parties that may use tracking technologies. You can selectively provide your consent below to allow such third party embeds. For complete information about the cookies we use, data we collect and how we process them, please check our Privacy Policy
Youtube
Consent to display content from Youtube
Vimeo
Consent to display content from Vimeo
Google Maps
Consent to display content from Google