DIY

James, mein Pflanzen-Butler

Der Rollwagen mit Sonderausstattung

Lange hab ich überlegt ob ich zu diesem Rollwagen überhaupt einen Blogbeitrag machen soll. Einen Rollwagen kaufen und drei Dosen mit Farbe zu besprühen ist keine neue Erfindung und das kann jedes Kind. Weil die Fotos so schön geworden sind, wollte ich sie euch nicht vorenthalten und verbinde es gleichzeitig mit einem Einblick in meine Pflanzenroutine. Ein paar allgemeinen Ideen und Tipps wie ich das Chaos daheim mit sovielen Pflanzen in den Griff bekomme gibts dazu.

Einmal die Woche mache ich einen Kontrollgang durch meinen Dschungel.
Ich inspiziere die Blätter, ob sich vielleicht Schädlinge angesiedelt haben. Pflanzen, die ihr Laub fallen lassen, gelbe oder braune Flecken bekommen haben werden ebenfalls unter die Lupe genommen. Bei der ein oder anderen Pflanze wische ich Staub vom Blatt. Eine Fingerprobe in der Erde reicht, um zu schauen wer Wasser braucht. Mit der Gabel lockere ich die Oberfläche auf und lüfte die Erde ein wenig. Zugleich kommt in regelmäßigen Abständen ein Löffel Kompost dazu.

Damit ich nicht extra für alles hin und her laufen muss, hab ich mir einen mobilen Rollwagen besorgt. Den könnte ich mir auch selbst aus ein paar Brettern und Rollen zusammenschrauben – aber ich war von Anfang an in den Servierwagen „Raskog“ von Ikea verliebt. Ich bin aber nicht unkreativ geblieben und habe mir hilfreiches Zubehör gebastelt.
Ab nun an begleitet mich mein Pflanzen-Butler auf der wöchentlichen Visite und erleichtert mir mein Leben ungemein!

schnelle anleitung

DIY Dosen

für Erde, Sand und Dünger

Hin und wieder verteile ich Dünger, Erde oder Sand in meine Zimmerpflanzen. Da ein Sandsack, Erdsack oder Kübel mit Kompost optisch nicht so schön in die Wohnung passt und ich diese nicht immer vom Balkon hereinschleppen will, habe ich beschlossen diese mit auf meinen Rollwagen zu packen. Damit es auch ein Hingucker ist, wenn der Wagen im Raum stehen bleibt, habe ich die Dosen dem schwarzen Wagen angepasst.

Kurz und knackig:
Man nehme drei Dosen – in meinem Fall waren es Kaffeedosen. Jede andere Dose oder ein Glasgefäß tun es auch.
Die Sprühfarbe gibt es in jedem Baumarkt zu kaufen, die Farbwahl bleibt dir überlassen!
Wichtig sind auch Handschuhe, weil man beim Halten der Dose unweigerlich Farbe abbekommt.
Die Sprüharbeit unbedingt im Freien machen, die Dämpfe aus der Dose sind giftig und sollten nicht in den Wohnraum gelangen.

Die fertig besprühten Dosen gut trocknen lassen. Zum Schluss noch ein Label drauf oder per Hand mit weißem Lackstift beschriften.
Befüllen und FERTIG!

Was auf meinem Wagen ist und wozu ich es brauche!

Pflanzenhacks
Schere & Mistkübel

Eine Schere, um kaputtes Laub zu entfernen, neue Ableger abzuschneiden oder die Pflanze zu stutzen. Damit ich mit dem Abfall nicht nach jedem Schnitt zum Mistkübel laufen muss, kommt der Grünschnitt gesammelt auf den Rolllwagen und wird am Schluss zusammen entsorgt.

microfastertuch

Ein feuchtes Tuch habe ich immer mit dabei um Staub von den Blättern zu wischen. Wer das noch nie gemacht hat, sollte gleich damit anfangen. Jede Pflanze ist dankbar. Davon abgesehen ist sie frei von allem Staub und kann bessere Luft für dich produzieren. Außerdem glänzt sie auch wieder – wer mag schon graue Zimmerpflanzen?

zahnbürste

Die Zahnbürste kommt dann zum Einsatz wenn das Microfastertuch an seine Grenzen stößt. So wie zum Beispiel beim Kaktus oder einer stacheligen Aloe Vera Pflanze. Staub und sonstigen Dreck kann man prima wegschrubben ohne die Stacheln dabei zu verletzen oder daran hängen zu bleiben. Bei Schädlingsbefall ist die Zahnbürste meine erste Wahl! Damit lassen sich hartnäckige Schildläuse abbürsten und unendlich viele Spinnmilben abkehren. Natürlich muss die Pflanze dann noch weiter versorgt werden, aber als erste Maßnahme ist es schonmal ein gutes Hilfsmittel.

gabel & löffel

Die Gabel habe ich immer dabei, um die Erdoberfläche zu lockern und ein bisschen mehr Sauerstoff nach unten zu bringen.
Mit dem Löffel verteile ich Erde, Sand und Dünger und arbeite diese wiederum mit der Gabel in die erste Erdschicht ein.

sprühflasche & Gießkanne

Sprühflaschen habe ich immer zwei im Einsatz. Die Erste ist mit Wasser gefüllt. Manche Zimmerpflanzen müssen öfters besprüht werden, weil sie eine höhere Luftfeuchtigkeit brauchen, als ich sie zu Hause habe. Die Zweite ist mit einem Gemisch aus Wasser und einem natürlichen Mittel zur Schädlingsbekäpfung befüllt. Zum Beispiel ein paar Tropfen Teebaumöl, Neem oder Schmierseife. Ich wechsle das Mittel immer, damit sich die Schädlinge nicht an ein Mittel gewöhnen.
Zur Gießkanne muss ich nicht viel sagen: Finger in die Erde stecken – sind die ersten 3-5 cm sehr trocken, dann bekommt die Pflanze etwas Wasser.

Ein alter Brotback-Kasten zur Aufbewahrung meiner Utensilien:

töpfe & untersetzer

Ein paar Töpfe und Untersetzer hab ich immer mit, vor allem für meine kleineren Pflanzenexemplare. Die kann ich gleich am Rollwagen ohne viel Aufwand umtopfen. Für die Großen brauche ich mehr Platz und auch mehr Erde als in der Dose. Aber das kommt nicht ganz so oft vor, wie bei den Kleinen.

dünger

Beim Dünger setze ich nur auf organischen Dünger, der mit der Zeit in der Erde von den Mikroorganismen zerlegt wird und Stück für Stück an die Pflanze abgegeben wird. Ein paar Mal im Jahr hole ich mir reinen Kompost vom Mistplatz/Deponie der MA 48, den gibts dort kostenlos zum Abholen. Auch gebrauchter Tee- und Kaffeesatz eignen sich hervorragend zum Düngen und müssen nicht weggeworden werden.

erde & SAND

Erde zum schnellen Umtopfen von kleinen Pflanzen und bei Bedarf zum Auffüllen. Der Sand dient den  Pflanzen, die einen Boden bevorzugen, der nicht so viel Wasser speichern soll, wie zum Beispiel Kakteen oder die Aloe Vera.

Ich hoffe ihr könnt etwas aus meiner Pflanzenroutine mitnehmen. Ich bin mir sicher, dass im Laufe der Zeit mit mehr Pflanzenpraxis, das ein oder andere Hilfswerkzeug den Weg in meinen Wagen findet.

hast du noch Fragen zum Rollwagen & dem zubehör?
oder hast du vielleicht sogar ein hilfsmittel das mir noch fehlt?


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